Landespflege.

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Wiesbaden

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ZLB: Kws 200/17

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Die Landespflege ist ein breit angelegtes Fachgebiet, das aus Natur- und Kulturwissenschaften, den Geographien, den Planungs- und Ingenieurwissenschaften sowie der Gartenarchitektur schöpft. Der Ursprung ist in der vom aufklärerischen Gedankengut getragenen Landesverschönerung um den Beginn des 19. Jahrhunderts anzusetzen. Das Nützliche sollte mit dem Schönen in optimaler Weise verknüpft werden. Robert Mielke schlug 1907/08 vor, statt Landesverschönerung den Begriff Landespflege zu verwenden, inhaltlich erweitert um Aspekte des Heimatschutzes. Doch war die Landespflege nie nur bewahrend. In der NS-Zeit erklärte man die Landespflege zur Staatsaufgabe (Erhard Mäding), mit deren Hilfe neuartige °deutsche ° Landschaften geschaffen werden sollten, dies insbesondere in den besetzten Gebieten im Osten. Nach dem Krieg und bis in die 1980er-Jahre wurde die Landespflege, nun zunehmend auch auf wissenschaftlicher Basis, zu einer Art Überdisziplin, die ein sehr breites Aufgabenfeld abzudecken hatte, getragen von Lehrstühlen an den Hochschulen, Referendariatsausbildungen, Fachleuten in den Verwaltungen und Planungsbüros. Der zu breite, kaum vermittelbare Anspruch an das Fachgebiet, aber auch ein Stück weit die Bürde aus der NS-Zeit führten zu einer Zerteilung und Umbenennung in Naturschutz und Landschaftspflege, Landschaftsplanung, Landschafts- und Gartenarchitektur, Umweltplanung oder Ingenieurökologie und -biologie.

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S. 207-218

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