Natur als Vorbild. Behandlung von ausgebaggerten Gewässersedimenten.

Deutscher Fachverl.
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Deutscher Fachverl.

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Frankfurt/Main

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0933-3754

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ZLB: 4-Zs 5887
BBR: Z 551

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Abstract

Sedimente werden in allen Flüssen mit dem Wasser von der Quelle in Richtung Mündung transportiert und ins Meer gespült. Wo wassertechnische Bauwerke errichtet wurden, wird dieser Sedimenttransport häufig unterbrochen. Die Sedimente lagern sich ab, beeinträchtigen die Funktion von Stauanlagen oder Einrichtungen zum Hochwasserschutz und müssen schließlich entfernt sowie deponiert werden. Da es bisher keine sinnvolle Verwendung für die ausgebaggerten Sedimente gab und sie zudem häufig mit Schwermetallen kontaminiert sind, wurde am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH (UFZ) ein naturnahes Verfahren zur Sedimentbehandlung entwickelt und im Pilotmaßstab getestet. Durch den Einsatz gezielt ausgewählter Pflanzen wird in mehreren Verfahrensschritten im Zusammenspiel mit Mikroorganismen in nur einer Vegetationsperiode aus schlammig-pastösem Sediment ein krümelig-erdiges Material, das direkt als Bodensubstrat für Deponieabdeckungen oder im Landschaftsbau eingesetzt werden kann. Ein konkretes Beispiel ist das Elsterbecken in Leipzig. Hier müssen regelmäßig Sedimente entnommen werden, um den Hochwasserschutz der Stadt zu gewährleisten. Der anthropogene Eintrag von Schadstoffen in die Weiße Elster hat sich zwar in den letzten zwanzig Jahren verringert, so dass die oberflächennahen Sedimente wenig belastet sind, doch sind die älteren, tiefer liegenden Sedimente größtenteils mit Schwermetallen kontaminiert. In dem Beitrag werden die einzelnen Schritte des Verfahrens beschrieben.

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Entsorga-Magazin

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Nr. 9

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S. 90-91

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