Mehr als ein Dach über dem Kopf? Eine qualitative Studie über den Einfluss von Wohn- und Betreuungsbedingungen in Berliner Wohnungsloseneinrichtungen aus der Perspektive von Bewohnern und deren Betreuer.

Jahn, Martina
dissertation.de
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Datum

2003

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Herausgeber

dissertation.de

Sprache (Orlis.pc)

DE

Erscheinungsort

Berlin

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ISSN

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Standort

ZLB: 2004/1374

Dokumenttyp

Dokumenttyp (zusätzl.)

DI

Autor:innen

Zusammenfassung

Der Beitrag beschäftigt sich mit der Effizienz der Berliner Wohnungsnotfallhilfe. Exemplarisch ausgewählte Einrichtungen werden im Hinblick auf die Wohn- und Betreuungsbedingungen unter Berücksichtigung umwelt- und gemeindepsychologischer Theorien und Konzepte beschreibend und vergleichend bewertet. Die Kriterien der Bewertung bilden dabei die subjektiven Urteile und Erfahrungen der Bewohner und Betreuer von Wohnungsloseneinrichtungen, die in problemzentrierten und leitfadengestützten Interviews ermittelt werden. Mit Hilfe modifizierter Analysetechniken der Grounded Theory entsteht eine datenverankerte Theorie, die beschreibt, dass ein eigenständiges Problem von Wohnungslosigkeit nicht existiert. Wohn- und Betreuungsbedingungen sollten den Bewohnern ermöglichen, Kontrolle über ihre räumliche und/oder soziale Umwelt auszuüben. Aus wohnpsychologischer Perspektive entfremden Einrichtungen von der gewünschten Identität und daher sollte die Aufenthaltsdauer so kurz wie möglich konzipiert sein. Kontextbedingungen, wie gesellschaftliche Bedingungen, die Problemkonstellationen der Bewohner, die gesetzlichen Rahmenbedingungen und betriebswirtschaftliche Aspekte lassen die Hilfestellung zu einer für die Betreuer eher unlösbaren Aufgabe werden. Die künstliche Trennung von Wohnungslosen- und Suchtkrankenhilfe behindert die effiziente Arbeit und Zuweisungen in Einrichtungen scheinen eher willkürlich zu sein, denn einer Systematik zu folgen. Standardisierte Hilfeleistungen können der heterogenen Gruppe der Wohnungslosen nicht gerecht werden und es steht zu befürchten, dass sie ihr Ziel der nachhaltigen Hilfe verfehlen. Die Arbeitslosigkeit wird von den Bewohnern belastender empfunden als ihre Wohnungslosigkeit. Hier besteht dringender Handlungsbedarf, der über die Kompetenzen und Möglichkeiten einer Einrichtung weit hinaus geht. difu

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Erscheinungsvermerk/Umfang

Seiten

394 S., Anh.

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Serie/Report Nr.

Sammlungen