Öffentliche und persönliche Freiräume für türkische Frauen in Berlin und Istanbul.

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Darmstadt

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ZLB: Kws 45/31

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Abstract

Ziel des Forschungsprojektes war es, die Wahrnehmung und Nutzung öffentlicher Räume durch türkische Frauen bzw. Migrantinnen in Istanbul und Berlin zu untersuchen. 55 Interviews mit Frauen in beiden Städten ermöglichten einen Einblick in ihre Raumnutzung und -wahrnehmung. Die Untersuchung anhand drei unterschiedlich kulturell verankerter Raumkategorien, Stadtplatz, Quartiersplatz und Park, zeigt, dass diese Räume jeweils unterschiedlich wahrgenommen werden und somit das Verhalten der befragten Frauen jeweils anders beeinflussen bzw. konditionieren. Die Diskrepanz im Verhalten hängt zum einen vom sozialen Umfeld (z.B. vorherrschende Geschlechterkultur, dominierende NutzerInnengruppen und soziale Kontrolle) ab, zum anderen von der städtebaulichen bzw. architektonischen Gestaltung sowie von dem konkreten Angebot an öffentlichen Räumen und Nutzungen. Es wird deutlich, dass "globalisierte" Räume, wie das Stadtzentrum oder eine Shopping Mall, hauptsächlich von Frauen der 2. bzw. 3. (Einwanderer-) Generation aufgesucht werden, welche diese Räume als 'befreiend' wahrnehmen. Für viele der befragten (ländlichen) Migrantinnen ist hingegen das Quartier ein wichtiger Raum, der sich nicht, wie für die "Städterinnen", als ein Ort der sozialen Kontrolle und Zwänge darstellt, sondern als ein Ort der Vertrautheit und Sicherheit. Zwar haben auch Migrantinnen z.T. deutlich gemacht, dass sie gern andere Stadträume aufsuchen würden, jedoch schränken Unsicherheiten, Unwissen oder aber auch finanzielle Zwänge die Nutzung der vielfältigen Angebote in der Stadt ein. Die vergleichende Untersuchung in Berlin und Istanbul, also in zwei Städten mit unterschiedlichen gesellschaftlichen und kulturellen Rahmenbedingungen, hat überraschenderweise in vielen Punkten zu gleichen Ergebnissen geführt.

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VI, 156 S.

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