In Beton gegossene Grenzen: Wie Mauern als Instrumente der Macht die Realität des Raums verändern.

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ZLB: Kws 150/63

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Abstract

Die Welt erlebt eine Ära des Mauerbaus: Mehr als 60 Mauern, Zäune oder Grenzanlagen zur Trennung von Staaten oder Territorien sind in den ersten beiden Jahrzehnten des 21. Jahrhunderts errichtet worden. Aber wie konnten Mauern die Geographie der Grenze so maßgeblich verändern? Diese Frage verfolgt der Beitrag. Mit Michel Foucault lassen sich diese Mauern als Produkt einer Architektonik der Macht verstehen, der das panoptische Prinzip zugrunde liegt. Indem das Prinzip des "zwingenden Blicks" baulich in die Mauern integriert ist, schaffen Mauern dies- und jenseits der Grenze Disziplin und beeinflussen den konzipierten Raum, die Raumrepräsentation. Die Architektonik der Mauern lässt sich zudem nicht von der Tatsache trennen, dass Menschen Raum stets als leibliche Wesen wahrnehmen. Die raum- und grenzbildende Kraft der Leiblichkeit, die sich in den dem Menschen wörtlich auf den Leib geschneiderten Mauern manifestiert, spiegelt sich in der Raumpraxis wieder, dem empfundenen Raum. Zudem verändert die leibliche Verortung etwa von Fremde und Heimat den kollektiv ge- oder erlebten Raum, den Repräsentationsraum. Der von Henri Lefebvre als diese Dreiheit beschriebene Raum ist die Grundlage der Produktion einer durch die Mauer entstandenen neuen räumlichen Ordnung, die die Geographie der Grenze neu bestimmt. In diesem umfassenden Sinne lässt sich erkennen, wie Mauern als Machtinstrumente die Realität des Raums verändern – und wie ihre Macht gebrochen werden könnte.

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269-286

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Räume – Grenzen – Hybriditäten