Ausstieg aus der Demokratie? Eine empirische Untersuchung zur politischen Partizipation unter besonderer Berücksichtigung der Bevölkerung in ökonomisch benachteiligten Stadtvierteln.

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Gießen

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EDOC

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Ziel ist, ob es sich bei der Nichtbeteiligung am politischen Willensbildungsprozess - insbesondere bei der Nichtbeteiligung an Wahlen als der mit dem geringsten Aufwand an Ressourcen verbundenen Form politischer Partizipation - um ein Zeichen der Krise einer Demokratie handelt, oder ob die sich nicht beteiligenden Bürger das demokratische Potenzial bilden, das für politische Veränderungen benötigt wird. Es gilt zu untersuchen, ob sich die soziale Gruppe der sozio-ökonomisch Benachteiligten von der Demokratie entfernt, ihr unzufrieden und entfremdet gegenübersteht und hierdurch die Legitimität und als Folge auch die Stabilität der Demokratie in Deutschland als gefährdet bewertet werden muss. Die Analysen fußen auf quantitativ erhobenen und ausgewerteten Daten von 686 Bewohnern drei verschiedener deutscher Großstadtviertel. Fazit ist: Für einen nicht unerheblichen Teil der Bewohnerinnen und Bewohner ist das System der Demokratie, das ausgewogene Verhältnis von Forderungen, Unterstützung und Leistung aus dem Gleichgewicht. Knapp 90 Prozent sind nicht der Ansicht, dass Politik und Politiker auf ihre Bedürfnisse reagieren. Von der Idee der Demokratie verabschieden sie sich jedoch nicht, demokratische Werte bleiben wichtig.

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VIII, 241 S.

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