Stadtökologie statt Ökologie. Kommentar zu Lisa Vollmer und Boris Michel „Wohnen in der Klimakrise. Die Wohnungsfrage als ökologische Frage“.

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Die Rede von der Wiederkehr der städtischen Wohnungsfrage offenbart, dass dem Wohnen eine strukturelle Fundierung zugrunde liegt. Als Komponenten dieses Fundaments lassen sich die kapitalistische Kommodifizierung der Wohnung, das Festhalten am bürgerlichen Familienparadigma in der Wohnform und die Inszenierung individualistischer Lebensweise über das Wohnen ausmachen. Eine Auseinandersetzung mit Fragen ökologischer Nachhaltigkeit urbaner Räume im Zeichen der Klimakrise, sollte daher Gesellschaftsanalyse und Gesellschaftskritik in den Mittelpunkt der Debatte rücken. Stadtökologie sollte primär eine Frage der politischen Ökologie sein. Demzufolge müsste dem Wohnen als Teil der sozialen Infrastruktur schichtübergreifend Vorrang eingeräumt, kollektiven Wohnformen größere Spielräume der Umsetzung zugebilligt und Wohnbau regionalplanerisch organisiert werden.

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Sub\urban : Zeitschrift für kritische Stadtforschung

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167-175

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