Die Entwicklung der Civil Society in einer Gesellschaft mit zwei politischen Kulturen. Städtische Bürgerinitiativen in Ost- und Westdeutschland: Versuch einer vergleichenden Analyse.

Krämer-Badoni, Thomas/Söffler, Detlev/Wiegand, Elke
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Datum

1998

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Herausgeber

Sprache (Orlis.pc)

DE

Erscheinungsort

Bremen

Sprache

ISSN

ZDB-ID

Standort

ZLB: 98/2181-4
BBR: C 26 403

Dokumenttyp (zusätzl.)

FO

Zusammenfassung

Die Fallanalyse versteht sich als Beitrag zur Politischen Soziologie und stellt eine vergleichende Untersuchung von Bürgerinitiativen in Ost- und Westdeutschland dar, die auf die (vor allem in den USA entwickelte) Theorie der civil society zurückgreift. Ausgangspunkt des Forschungsprojekts war die (wie sich herausstellen wird, falsche) Wahrnehmung einer ausgeprägten Veränderung von einem sozial orientierten Engagement städtischer Bürgerinitiativen am Beginn der 70er Jahre zu einem völligen Partikularismus in der Praxis der neueren Bürgerinitiativen und der Beobachtung, daß in Leipzig der Partikularismus der gerade entstehenden städtischen Bürgerinitiativen nicht so ausgeprägt war wie im Westen. In einem kürzeren theoretischen Teil werden zunächst Theorie und Empirie der civil society, vor allem an den Konzepten von Ernest Gellner und Michael Walzer, einige Aspekte der Öffnung des Politischen außerhalb des politischen Systems und der Bewegungsstil dieser politischen Öffentlichkeit im "Handlungszeitalter der reflexiven Modernisierung" erörtert. Teil B besteht aus drei empirischen Untersuchungen städtischer Bürgerinitiativen: Der Fallstudie Leipzig mittels einer Zeitungsrecherche von November 1989 bis Dezember 92 (von 33 Bürgerinitiativen wurde berichtet) und Interviews mit Initiatoren, Sprechern oder anderen an den Initiativen beteiligten Personen; der ersten Fallstudie Bremen, über Bürgerinitiativen, von denen in der Bremer Presse des Jahres 1970 berichtet wurde, und dem Versuch einer empirischen Rekonstruktion zweier Bürgerinitiativen, und schließlich der zweiten Bremer Fallstudie, "Bremen - Bürgerparkviertel", auch hier mit Hilfe einer diachronischen Zeitungsauswertung und von offenen Leitfadeninterviews mit Sprechern der beteiligten Bürgerinitiativen und anderen Akteuren ihres Handlungsumfeldes. Als ein auffälliger Befund wird festgehalten, daß bereits 1970 die Bürgerinitiativen dem Typus einer an strikten Eigeninteressen orientierten Initiative entsprachen und aus teilweise parteipolitisch organisierten Kreisen entstanden. goj/difu

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Erscheinungsvermerk/Umfang

Seiten

272 S.

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Stichwörter

Serie/Report Nr.

Forschungsberichte; 10

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