Langfristige Perspektiven für die Wertentwicklung von Wohnimmobilien.

Gemeindetag Baden-Württemberg
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Gemeindetag Baden-Württemberg

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DE

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Stuttgart

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ZLB: 4-Zs 1723
BBR: Z 333

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Abstract

Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim hat im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft Baden-Württembergischer Bausparkassen untersucht, welche Einflussfaktoren die Werte von Wohnimmobilien in langer Frist beeinflussen und wie sie sich in Zukunft voraussichtlich entwickeln werden. In dem Beitrag sind die Ergebnisse zusammengefasst dargestellt. Als direkten Effekt wird der demographische Wandel identifiziert. Über den aktuellen Prognosehorizont bis zum Jahr 2050 hinaus wird sich die Bevölkerung in Deutschland reduzieren. Dabei verändert sich durch anhaltenden Geburtenmangel und die steigende Lebenserwartung die Altersstruktur der Bevölkerung erheblich. Der wirtschaftsstarke Standort Baden-Württemberg zeichnet sich allerdings durch eine vom Bundesdurchschnitt abweichende Bevölkerungsentwicklung aus und die Anzahl der privaten Haushalte wird stärker und länger ansteigen. Ein indirekter Effekt des demographischen Wandels ist beispielsweise die zunehmende Bedeutung verstärkter Eigenvorsorge, die die Nachfrage nach Wohneigentum steigen lässt. Die knapper werdende qualifizierte Arbeit und die steigende Abgabenlast können die Immobiliennachfrage allerdings abschwächen. Eine interessante Zielgruppe in den gehobenen Segmenten des Wohnungsmarktes sind die tendenziell zunehmenden Doppelverdiener-Familien sowie die vermögenden älteren Haushalte ohne Kinder. Doch dürfte mit einer zunehmenden Polarisierung der Einkommensverteilung hingegen ein steigender Anteil von Haushalten mit unterdurchschnittlichem Einkommen die Nachfrage im Bereich günstiger kleinerer Bestandswohnungen verstärken. In der Gesamtbetrachtung zeigt sich, dass eine Vielzahl von mehr oder sicheren Faktoren ins Feld geführt werden kann, die zumindest auf mittlere Sicht im Durchschnitt für eine positive Wertentwicklung von Wohnimmobilien sprechen. Die Struktureffekte zeigen aber auch, dass der Markt sich stärker als bisher ausdifferenzieren wird. Dies stellt entsprechende Anforderungen an die Standortpolitik der Städte und Gemeinden in Bezug auf die Infrastruktur, die sowohl die steigende Alterung der Bevölkerung als auch die Bedürfnisse der jüngeren Generationen berücksichtigt.

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Die Gemeinde

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Nr. 24

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S. 972-974

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