Recreational use of protected areas in Germany. Evaluating visitors' perception of crowding in the Wadden Sea National Park. Erholungsnutzung in Schutzgebieten in Deutschland. Erfassung der Crowding-Wahrnehmung im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer.

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EDOC

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Ausgangspunkt der Arbeit sind die zumeist hohen Besucherzahlen in den Sommermonaten in populären Erholungsgebieten wie z.B. an der deutschen Nordseeküste oder im Alpenraum. Innerhalb dieser Destinationen sind bestimmte Landschaftsräume als Nationalparke ausgewiesen, die durch Besucherströme in der Region einem hohen Nutzungsdruck unterliegen und in ihrer Tragfähigkeit begrenzt sind. Neben Belastung und Störung der ökosystemaren Zusammenhänge durch die Erholungsaktivitäten stellt sich zusätzlich die Frage nach einer sozialen Tragfähigkeit des Gebietes. Während die ökologische Tragfähigkeit in zahlreichen Untersuchungen thematisiert worden ist, sind Untersuchungen zu Belastungsgrenzen aus einer sozialen Perspektive in Deutschland nur vereinzelt zum Einsatz gekommen. Das konzeptionelle und empirische Wissen darüber, wie hohe Besucherzahlen auf die individuelle Besuchsqualität wirken und wie die Besucher auf diese steigende Frequentierung der Gebiete reagieren, ist im Vergleich zur Forschung in Nordamerika sehr begrenzt. Ziel der Arbeit ist es, die vielschichtigen Beziehungen zwischen absoluten Besucherzahlen, Begegnungen zwischen Besuchern im Gebiet und Wahrnehmung der daraus resultierenden Störungen des individuellen Erholungserlebnisses zu erfassen und zu bewerten. In der kumulativen Arbeit wird in einer Fallstudie auf der Hamburger Hallig im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer die Wahrnehmung von Übernutzungen durch verschiedene Besuchergruppen unter Verwendung einer Vorort-Befragung und etablierter und standardisierter Messverfahren erhoben. Zusätzlich bildet das Datenmaterial, welches in einer parallel durchgeführten Besucherzählung erhoben wird, die Grundlage für eine Simulation der Besucherströme und direkte Kontakte zwischen den Besuchern auf dem Weg zur Hallig während des Befragungszeitraumes. Mit Hilfe dieser Methodenkombination sollen Zusammenhänge zwischen der Anzahl von Begegnungen der Besucher (Reported encounter) und daraus resultierende potenzielle Störungen (Perceived crowding) bzw. Präferenzen für bestimmte Nutzungslevels aufgedeckt werden.

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X, 179 S.

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