Nachbarschaft im Kontext der 1920er Jahre.
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DE
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Wiesbaden
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ZLB: Kws 525/12
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Zusammenfassung
Der Beitrag umreißt die Auseinandersetzung mit dem Thema Nachbarschaft in den 1920ern und 1930ern und beschreibt dabei die wichtigsten Konzepte der Stadtplanung. Dass hier der (stadt-)planerischen Nachbarschaftsdiskussion spezielle Aufmerksamkeit geschenkt wird, gründet in den bis heute bekannten Konzepten von Planerinnen und Planern, die diese Diskussion maßgeblich initiierten. Als ein erster Protagonist ist C.A. Perry zu nennen, welcher überzeugt war, dass Nachbarschaftsbeziehungen im Sinne von intensiven Beziehungen einer Primärgruppe durch sein Konzept der neighbourhood unit wieder entstehen und die Nachbarschaft als "eigenständige Einheit in der Großstadt funktionieren" (Rohr-Zänker/Müller 1998) könnte. "Die moderne Stadtplanung hat den Begriff der "Nachbarschaft' in Form von Nachbarschaftseinheiten - "neighbourhood unit" - aufgenommen, um mit ihm einen Stadtteil zu benennen, der einen eigenen baulichen, wirtschaftlichen und kulturellen Schwerpunkt hat und sich durch städtebauliche Markierung deutlich von andern Stadtteilen absetzt; einen Stadtteil, der im Ganzen der Großstadt ein relatives Eigenleben führt und sich daher im Bewußtsein der Einwohner als überschaubare, erlebbare Einheit abzeichnet" (Pfeil et al. 1959). Auf Basis von Perrys Arbeit folgten weitere Stadtvisionen und Konzepte, die zwar durchaus vielseitig waren, aber alle eine Gemeinsamkeit erkennen lassen: Nachbarschaft wird als (gebaute) Einheit verstanden, welche sowohl Ausgangspunkt für als auch Möglichkeit einer Steuerung von Beziehungen sein soll.
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S. 81-102
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Sozialraumforschung und Sozialraumarbeit; 10