Hochschulreformen in Deutschland. Hochschulen zwischen staatlicher Steuerung und Wettbewerb.

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Abstract

Wettbewerb hat in der jüngeren Vergangenheit im Zusammenhang mit Reformbemühungen im deutschen Hochschulwesen hohe Aufmerksamkeit erfahren. Er ist mittlerweile in vielfältigen Ausprägungen Teil der Koordinations- und Steuerungsprozesse im deutschen Hochschulsystem und aus der Vielfalt der etablierten Governance-Instrumente nicht mehr wegzudenken. Trotzdem resultiert aus dieser Entwicklung keineswegs eine Abkehr von der grundlegenden staatlichen Verantwortung für das Hochschulwesen. Vor diesem Hintergrund wird in der Arbeit die Bandbreite beobachteter Wettbewerbsphänomene theoretisch fundiert erfasst und hinsichtlich der Folgen für Ausübung von Koordination und Steuerung im deutschen Hochschulsystem bewertet. Mithilfe eines dafür entwickelten analytischen Rahmens, der politik- und governance-theoretische Elemente verbindet, werden etablierte und neue Wettbewerbsinstrumente in ihrer je spezifischen Funktionsweise erfasst und voneinander abgegrenzt. Dabei wird neben der nationalen Konfiguration auch die Einbettung in den europäischen und internationalen Kontext berücksichtigt. Auf diese Weise wird ein umfassendes Bild der Rolle von Wettbewerb im Gesamtkontext bestehender Governance-Instrumente gezeichnet und aufgezeigt, inwiefern Wettbewerbsinstrumente bewusst zur Steuerung und Koordination in Hochschulsystemen eingesetzt werden können.

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436 S.

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Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften; 18