Heimat und Landschaft im Streit der Weltanschauungen.

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ZLB: Kws 175/185

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Abstract

Der Begriff "Heimat" erscheint einigen als Gleichgesinnte inkludierendes "Fahnenwort", anderen hingegen als Diskussionskontrahenten exkludierendes "Stigmawort". Anthropologisch und kulturhistorisch verweisen "Heimat" und "Landschaft" auf "Wohnen" und die "Bewohnbarmachung" der Welt und damit auf die Unterscheidung von Sesshaftigkeit und Mobilität. Diese Unterscheidung leitet weiter zu der Unterscheidung einer konservativen und einer liberalen Weltanschauung und auf die gegensätzliche Favorisierung von Institutionen und Freiheit sowie die Stabilität und den Wandel von Lebensformen. Am Beispiel von Odo Marquard und Ralf Dahrendorf kann gezeigt werden, dass gegensätzliche politische Weltanschauungen im Rahmen einer grundsätzlichen Anerkenntnis von Pluralität als komplementär verstanden werden können. Im politischen Raum von Konflikten um Landschaftsveränderungen und damit verbundenen Aushandlungsprozessen und Auseinandersetzungen gibt es keine absolut richtigen Handlungsorientierungen oder -entscheidungen. Dies erfordert die Anerkenntnis anderer Positionen zu "Heimat" und "Landschaft" und die Bereitschaft, seinen eigenen Standpunkt als "relativ absolut" einschätzen zu können.

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S. 27-51

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RaumFragen: Stadt - Region - Landschaft