Paternalismus und Stadtarmut. Armutswahrnehmung und Privatwohltätigkeit im Hamburger Bürgertum, 1830-1914. 2 Bde.

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DE

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Siegen

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ZLB: 98/468-1,2-4

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Zusammenfassung

Seit Anfang der 80er Jahre unseres Jahrhunderts ist der nationale bürgerliche Diskurs des 19. Jahrhundert um Armutsursachen und die "soziale Frage", also in bezug auf soziale Reformen, verstärkt erforscht worden. Die Bedeutung privater Wohltätigkeit als eigenständiges Thema in der deutschen Geschichtswissenschaft wird dagegen bis heute vernachlässigt. Mit der Untersuchung bürgerlicher Privatwohltätigkeit in der Stadt Hamburg zwischen 1830 und 1914 leistet der Autor einen Beitrag sowohl zur Bürgertumsforschung als auch zur Geschichte der Armutswahrnehmung und Armenfürsorge im 19. Jahrhundert; Schwerpunkte sind dabei Obdachlosenfürsorge, Kinderbetreuung und Gesundheitspflege. So werden das Verhältnis zwischen privaten und öffentlichen Armenfürsorgebestrebungen sowie die zeitgenössische theoretische Diskussion über die Bedeutung und die Aufgaben der Privatwohltätigkeit nachgezeichnet. Einen weiteren Schwerpunkt bilden frauen- und geschlechterspezifische Fragestellungen, im Rahmen des christlichen Paternalismus. Exkurse sind der Cholera- Epidemie 1892 und dem Kinderhilfstag 1911 gewidmet. mabo/difu

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ca. 660 S.

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