Wiener Bauordnungen und Planungsinstrumente im 19. Jahrhundert.

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Wien

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2414-0643

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Zusammenfassung

Baunormen und nominelle Planungsinstrumente stellen ein abstraktes Abbild der ideal regelkonformen Bautätigkeit in einer Stadt dar. Der Errichtung jedes Bauwerks jüngerer Vergangenheit liegt ein Regelkorpus zugrunde, der bei genauer Analyse den Wirkungsbereich der Baugesetze in der gegenwärtigen Stadt nachvollziehbar macht. Eine quellenzentrierte Aufarbeitung der Wiener Baunormen und Planungsinstrumente des 19. Jahrhunderts kann die Entwicklung der sich stetig konkretisierenden Regelwerke in der wachsenden Metropole Wien nachvollziehbar machen. Im ersten Teil dieser Arbeit werden die Wiener Bauordnungen des 19. Jahrhunderts anhand eines historischen Abrisses und einer Zitatensammlung dargelegt. Hauptaugenmerk liegt dabei auf den Bereichen Wasserversorgung, Hygiene und Gesundheit, Kanalisation, Überschwemmungen und Industriebauten. Der zweite Teil widmet sich mit der Darstellung von Generalregulierungsplan und Bauzonenplan zwei ab den 1890er Jahren implementierten Stadtplanungsinstrumenten. Diese Instrumente waren als frühe Vorläufer der Raumplanung erste Versuche einer funktionalen Grobgliederung des Stadtgebiets. In ihrer faktischen Wirkung sind sie allerdings als sehr beschränkt einzustufen, trugen sie doch weitgehend einem Raumstruktur- und Segregationsmuster Rechnung, das sich bereits seit den 1830er Jahren entwickelt hatte.

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68 S.

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Materialien zur Umweltgeschichte Österreichs; 6