Der Garten, die Bühne. Die doppelte Funktion des nachbarschaftlichen Nutzgartens im sozialen Wohnungsbau Sao Paulos, Brasilien.

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Kassel

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ZLB: 95/1477-4

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DI

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In der Studie spielen Menschen im Ballungsraum Sao Paulo (Brasilien), die zu der überwältigenden Mehrheit derjenigen gehören, die sich auf legalem Wege keinen Wohnraum leisten können, die Hauptrollen. Die meisten von ihnen sind aus ländlichen Gebieten in die Großstadt gekommen, und hier sagt man ihnen, daß sie an der Industriekultur nicht teilnehmen könnten, denn sie hätten nichts wirklich Nützliches zu bieten. In dieser hier beschriebenen Menschengruppe herrscht das Grundgefühl vor: "nichts zu sein", "nichts zu können", "nichts zu haben". Diese Lebenseinstellung zerstört auf Dauer gesehen das Selbstwertgefühl. Um dem entgegenzuwirken, schlägt die Autorin den nachbarschaftlichen Nutzgarten vor, in dem die Menschen die Möglichkeit haben, dem Alltagsleben jener Regionen wieder näherzukommen, von wo sie herkamen und aufwuchsen. Die Gartenarbeit ermöglicht ihnen, überliefertes Wissen über Gesundheit, Pflanzen und Natur anzuwenden und weiterzugeben. Hierbei bekommen die sogenannten Verlierer eine reale Chance, im städtischen Chaos nicht unterzugehen. Es wird ein Planungsmodell vorgestellt, das innerhalb des sozialen Wohnungsbaus im Ballungsraum Sao Paulo selbstbestimmte nachbarschaftliche Nutzgarten-Initiativen ermöglichen und dauerhaft fördern soll. sg/difu

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328 S.

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