Sozialorientierte Stadterneuerungspolitiken in Europa. Beispiele aus dem Forschungsverbund ENTRUST.
Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
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Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
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DE
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Bonn
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0303-2493
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ZLB: 4-Zs 2548
BBR: Z 703
IFL: Z 0073
IRB: Z 885
BBR: Z 703
IFL: Z 0073
IRB: Z 885
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Abstract
Zum Stadtbild aller europäischen Metropolen gehören Stadtquartiere, in denen benachteiligte Bevölkerungsgruppen unter benachteiligenden Wohnbedingungen leben müssen. In den Städten sowie auf nationaler und europäischer Ebene sind verschiedene Ansätze entwickelt worden, um diesen Prozessen der Segregation und sozialen Ausgrenzung entgegenzuwirken. Gemeinsam ist ihnen die Verbindung volkswirtschaftlichen und sozialen Zielen, wenngleich sie Unterschiede in der Wahl der Mittel und Förderstrategien aufweisen. Lokale Partnerschaften und ein mehrdimensionaler Ansatz sind dabei zu weithin akzeptierten Prinzipien geworden. Die aktuellen Ansätze in der Quartiersentwicklung zielen nicht allein auf eine Verbesserung der Situation in den Gebieten, sondern beginnen gleichzeitig, die bisherigen Instrumente und Ansätze der Stadterneuerung in Richtung auf ein neues Politikmodell weiterzuentwickeln: Die Prinzipien der Ressortbündelung, der privat-öffentlichen Partnerschaften und der Bewohnerbeteiligung sind europaweit typische Anzeichen für das Ziel eines solchen veränderten Governance-Modells. Das von der EU geförderte Forschungsnetzwerk ENTRUST hat sich mit den Voraussetzungen und den Anreiz- und Motivationsstrukturen von lokalen Partnerschaften in acht europäischen Städten beschäftigt. Da die Ziele der Stadterneuerung wegen der Zunahme von beteiligten Akteuren zahlreicher und vielfältiger wurden, treten Interessenskonflikte und Widersprüche deutlich hervor. Für ihre positive Bewältigung existieren jedoch keine verallgemeinerbaren Strategien und Methoden. Im Vergleich der Städte zeigt sich ein breites Spektrum an Formen der Bewohnerbeteiligung, die sich trotz ähnlicher Verfahren doch in ihrer Zielrichtung und Tiefe erheblich unterscheiden. Allen Hoffnungen, Erwartungen und auch ersten Erfolgen zum Trotz ist es bisher noch nicht ausreichend gelungen, Partner aus der Privatwirtschaft einzubeziehen. Zentrales Thema in allen Städten ist derzeit insbesondere die Nachhaltigkeit der Maßnahmen. Unter dem Stichwort Mainstreaming werden Überlegungen diskutiert, durch langfristige Änderungen in den beteiligten Institutionen Erfolge zeitlich begrenzter Maßnahmen dauerhaft zu sichern. Insbesondere Wohnungs-, Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik auf allen Ebenen müssen sich zu der zunehmenden Spaltung in den Städten positionieren und ihre Verantwortung, überdenken. Solche institutionellen Verankerungen und politischen Selbstbindungen über den Tag und die Wahlperiode hinaus können wertvolle Orientierungen für die Weiterentwicklung der sozialen Stadtentwicklung auch in Deutschland liefern. difu
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Informationen zur Raumentwicklung
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Nr. 2/3
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S. 159-173