Ohne Verkehrspolitik gibt es keine Verkehrsgestaltung. Zur Entwicklung des Verkehrs seit der Deutschen Einheit. T. 1.

Kutter, Eckhard
E. Schmidt
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Datum

2012

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Herausgeber

E. Schmidt

Sprache (Orlis.pc)

DE

Erscheinungsort

Berlin

Sprache

ISSN

0340-4536

ZDB-ID

Standort

ZLB: 4-Zs 399
BBR: Z 545

Dokumenttyp (zusätzl.)

Zusammenfassung

In der Bundesrepublik Deutschland wird der ausufernde Verkehr seit langem beklagt. Nur die Inhalte der Klagen haben sich im Laufe der Zeit verändert. Vor etwa 20 Jahren waren die Hauptanlässe der Flächenverbrauch und die Klimadiskussion. Jüngere Diskussionen gehen von der Knappheit der Erdölreserven aus und aktuell wird die Diskussion neu belebt durch die Notwendigkeit genereller Energieeinsparungen sowie durch die Entwicklung neuer Antriebstechniken. Vor diesem Hintergrund wird in dem Beitrag nach der Wirkung von Verkehrspolitik gefragt. Es wird ausgeführt, dass Wirkungswünsche zwar auch schon vor 20 Jahren genau formuliert wurden, Verkehrspolitik sich jedoch häufig nur auf Grundsatzprogramme und Zielkataloge beschränkte. Die Wirkungszusammenhänge der Verkehrsentwicklung sind von sehr hoher Komplexität. So sind mangelnde Erfolge von eingesetzten Maßnahmen oder geringe Chancen zu ihrer Umsetzung in der Realität oft verursacht durch die Unfähigkeit, das System zu durchschauen, sowie zur umfassenden Folgenbetrachtung oder zu langfristigem Denken. Die Verkehrswissenschaft liefert die Grundlagen für die Gestaltung des Verkehrssektors. Es geht darum, die Wirkungszusammenhänge in einer breiteren empirischen Basis abzusichern und insbesondere in ihrer zeitlichen Einbindung in stadtregionale Entwicklungsprozesse darzustellen. Zielfeld ist fast immer das raumbedeutsame Verhalten. Die Erkenntnis, dass die Verkehrsmöglichkeiten unsere Lebens- und Wirtschaftsräume nachhaltig in Richtung automobilen Lebens und Wirtschaftens verändert haben, beeinflusst verkehrsplanerische Maßnahmenprogramme. Handlungsgegenstand ist die so genannte "Verkehrsspirale". Verkehrspolitische Gestaltungskonzepte sollten so aussehen, dass materielle Rahmenbedingungen wie die Raumstruktur für Standort- und Zielwahl getroffen werden, dass der Autokauf in Richtung Stadt- und Umweltverträglichkeit beeinflusst wird und dass die Entscheidung für ein Verkehrsmittel im Einzelfall mitgestaltet wird.

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Schlagwörter

Zeitschrift

Verkehr und Technik

Ausgabe

Nr. 10

Erscheinungsvermerk/Umfang

Seiten

S. 363-367

Zitierform

Freie Schlagworte

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