Das Ende der Rückständigkeit. Ländliche Räume vor neuen Gestaltungsanforderungen.

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Berlin

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BBR: A 12 771

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Abstract

Es geht um die Entwicklungsdynamik ländlicher Räume. Nachgewiesen wird an zwei ausgewählten Regionen (Emsland, Bretagne), daß ein tiefgreifender Strukturwandel von Landwirtschaft und Agrobusiness (vorleistende und nachverarbeitende Industrie) schon in den siebziger und achtziger Jahren zur Überwindung teilweise extremer Strukturschwächen geführt hat. Es ist so innerhalb der EU eine Reihe von "Agrarrevieren" entstanden, die Wirtschaftskraft und Beschäftigungsexpansion zu erheblichen Teilen der nachholenden Modernisierung des Agrarkomplexes verdanken. Das heute dominierende Produktionsmodell der hochtechnisierten Intensivlandwirtschaft und Weiterverarbeitung kann trotz beeindruckender Erfolge kaum in die Zukunft verlängert oder als Entwicklungsmodell für andere noch rückständige Peripherien empfohlen werden. Ländlicher Raum bleibt in jeder Zivilisation, die industrielle Großproduktion betreibt und in der sich die Arbeits- und Konsumsphären in urbanen Zentren und Ballungsgebieten konzentrieren, der primäre Adressat für ökologische Ausgleichsfunktionen. Dies gilt für den Erhalt des Lebensraumes der Arten durch naturnahe Formen der Landschaftsnutzung ebenso wie für seine Funktion als Reproduktionsraum des Menschen, der Natur braucht, um sich erholen zu können. Programme für die zukünftige Entwicklung ländlicher Räume müssen Prioritäten zugunsten einer Rückkehr zu den ökologischen Erhaltungsfunktionen setzen. - (n.Verf.)

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S.159-201

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