Was für ein ehrenwertes Haus! Asbestsanierung einer Hamburger Kultstätte abgeschlosssen.
Deutscher Fachverl.
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Herausgeber
Deutscher Fachverl.
Sprache (Orlis.pc)
DE
Erscheinungsort
Frankfurt/Main
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ISSN
0933-3754
ZDB-ID
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ZLB: Kws 274 ZB 6793
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Zusammenfassung
Am 14. April 1973 wurde das Congress Centrum Hamburg (CCH) nach drei Jahren Bauzeit als erste Kongressstätte Deutschlands und größte Europas eingeweiht. An schlummernde Folgekosten und drohende Gesundheitsgefahren dachte damals noch niemand. Das ICC besteht aus mehreren Gebäudekomplexen, die im Laufe der Jahre saniert, umgebaut, erweitert oder abgerissen wurden. Bei einem Teilabriss im Jahr 2017 ist ein neuerliches Asbestproblem aufgetaucht. Gutachter hatten das Objekt schon vor Beginn der Sanierungsarbeiten auf mögliche Schadstoffbelastung erkundet und diese in einem Kataster dokumentiert. Neben einer unter Umständen Maximalkonzentration von krebsauslösenden Asbestfasern kommen an verschiedenen Stellen hochgiftige Polychlorierte Biphenyle (PCB) hinzu, die in den 1970er Jahren als Weichmacher in Fugendichtmassen verwendet wurden. In Hamburg wurde man von derlei Kontaminationen völlig überrascht. Es zeigte sich, dass ein Baustoffrecycling des abgetragenen Materials ausgeschlossen war. Nachdem im ganzen Umkreis von Hamburg keine Deponiefläche für 50.000 Tonnen asbesthaltigen Beton vorhanden war, entschloss man sich, das Material zur Wiederauffüllung der Baugrube zu verwenden. Eine Betonit-Schicht soll das Material auf Dauer gegen die Umwelt abschirmen. In dem Beitrag werden die Sanierungsarbeiten im Einzelnen beschrieben. Nach der Sanierung sollen etwa 12.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche, 12.000 Quadratmeter Foyerfläche und 12.000 Sitzplätze in bis zu 50 Sälen zur Verfügung stehen. Die Gesamtfläche wird auf 36.000 Quadratmeter taxiert. Die Kosten der gesamten Revitalisierung sind auf rund 194 Millionen Euro veranschlagt, wobei 15 Millionen Euro auf die Schadstoffsanierung entfallen.
Beschreibung
Schlagwörter
Zeitschrift
Entsorga
Ausgabe
Nr. 2
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Seiten
S. 11-17