Vom NS-Täter zum Opfer des Stalinismus: Dr. Walter Linse. Ein deutscher Jurist im 20. Jahrhundert. 2. Aufl.
item.page.uri.label
No Thumbnail Available
Date
2010
Journal Title
Journal ISSN
Volume Title
Publisher
item.page.orlis-pc
DE
item.page.orlis-pl
Berlin
item.page.language
item.page.issn
item.page.zdb
item.page.orlis-av
ZLB: 2010/2844
item.page.type
item.page.type-orlis
BE
Authors
Abstract
Dr. Walter Linse führt ab 1938 als Referent der Industrie- und Handelskammer (IHK) Chemnitz die "Entjudung" der dortigen Wirtschaft durch. Er hatte entscheidenden Einfluss auf die "Arisierung" oder Liquidation Hunderter jüdischer Betriebe. Ab 1945 war er bei der IHK Chemnitz für die sowjetische Besatzungsmacht tätig. 1949 setzte er sich nach West-Berlin ab. Hier wurde er Mitarbeiter des "Untersuchungsausschusses freiheitlicher Juristen", der über das Unrecht der SED-Diktatur aufklärte und deren Opfern half. Deshalb entführte die Staatssicherheit Linse 1952 aus West-Berlin. Ein sowjetisches Militärtribunal verurteilte ihn zum Tode, und er wurde in Moskau erschossen. Linse, Täter im NS-System, wurde so zum Opfer des Stalinismus. Die Biographie dieses deutschen Juristen im 20. Jahrhundert wird differenziert nachgezeichnet.
Description
Keywords
item.page.journal
item.page.issue
item.page.dc-source
item.page.pageinfo
115 S.
Citation
item.page.subject-ft
item.page.dc-subject
item.page.subject-tt
item.page.dc-relation-ispartofseries
Schriftenreihe; 27