Der Kommunitarismus als Lösungsansatz für ökonomische Entscheidungsprobleme.

Kovac
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Kovac

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Hamburg

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1619-8867

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ZLB: 2008/721

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DI

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Abstract

Gibt es abweichendes Verhalten in ökonomischen Entscheidungsfindungsprozessen, das mit der ökonomischen Theorie nicht erklärt werden kann? Von dieser Frage geht die Autorin aus. Die ökonomische Theorie kann aus sich selbst heraus nicht erklären, warum es öffentliche Güter gibt, warum Menschen nicht schwarzfahren, wenn Sie es können und warum es immer wieder Fälle gibt, in denen Verhandlungspartner andere als die nutzenmaximale Lösung wählen. In der experimentellen Wirtschaftsforschung wird diesen Fragen ebenso nachgegangen wie in der 'Neuen Institutionenökonomie'. Die aufgeworfenen Fragestellungen werden dort bestätigt, aber eine nachhaltige Lösung scheint nach Meinung der Autorin nicht in Sicht. Sie versucht einen neuen Ansatz. Mit dem Kommunitarismus bei Amitai Etzioni werden Verhaltensweisen in einem dualistischen Modell erklärt: Menschen wollen moralisch handeln und sie wollen ebenso ihren Nutzen maximieren. Lässt sich dieser Ansatz zur Beantwortung ökonomischer Entscheidungsfragen verwenden? Das Buch bewegt sich auf dem schmalen Grat zwischen Ökonomie und Soziologie. Wenn moralisches Verhalten durch den Kommunitarismus unterstützt wird, dann können Entscheidungsfindungsprozesse in der Ökonomie erklärt werden, auch wenn sie von der ökonomischen Nutzenerwartung abweichen. Zu diesem Zweck wird die Fragestellung ausführlich erläutert, es werden die Grenzen der Lösbarkeit nach der ökonomischen Theorie aufgezeigt und schließlich wird der Kommunitarismus vorgestellt und auf seine Anwendbarkeit auf die Fragen überprüft. Wenn es gelingt, den Kommunitarismus umzusetzen, kann er Erklärungs- und Gestaltungsmöglichkeiten in einer globalisierten Welt bieten. Was dazu nötig ist, und wo die Grenzen der kommunitaristischen Ideen liegen, ist Betrachtungsgegenstand dieser Studie.

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302 S.

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Wirtschaftspolitik in Forschung und Praxis; 35