Änderungen im Verkehrsverhalten? Ein Faktencheck.

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München

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0020-9511

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ZLB: Kws 305 ZB 6803
BBR: Z 153
IFL: I 809

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Abstract

Die Gesellschaft ist im Umbruch, das Verkehrsverhalten wandelt sich dramatisch, junge Leute sind heute ganz anders mobil als noch vor zehn Jahren - diese und ähnliche Thesen werden derzeit häufig in der Öffentlichkeit und auch in Teilen der Fachwelt aufgestellt. In dem Beitrag wird der Frage nachgegangen, ob diese Thesen wirklich stimmen. Im Mittelpunkt stehen dabei drei Aussagen: 1. Dass die Führerscheinquote bei jungen Leuten sinkt und der PKW-Besitz und die PKW-Nutzung eine immer geringere Rolle spielen, 2. Dass der PKW-Verkehr nicht mehr weiter wächst, 3. Dass das Aufkommen neuer Mobilitätskonzepte wie Car-Sharing den Verkehrsmarkt revolutioniert. Diese Thesen werden anhand der Verkehrsstatistik "Mobilitätspanel (MOP)", der Befragungen "Mobilität in Deutschland (MiD)" sowie weiterer Erhebungen überprüft. Im Zusammenhang mit der These, dass junge Leute zunehmend auf ein eigenes Auto verzichten, wird ausgeführt, dass der Anteil der PKW-Halter in der Altersklasse von 18 bis 24 Jahren nicht nur nicht gesunken, sondern von 2010 bis 2013 sogar gestiegen ist. Der leichte Rückgang in den Jahren 2014 und 2015 ist vor allem auf die hohe Zahl der Zuwanderer zurückzuführen. Bei der PKW-Verfügbarkeit ist festzustellen, dass eine eindeutige Abhängigkeit von der Gemeindegröße besteht. Während in kleineren Gemeinden der Anteil der Haushalte mit einem PKW bei knapp 90 Prozent liegt, ist dieser Wert in Großstädten mit zirka 65 Prozent deutlich niedriger. Eine zentrale Rolle in der Diskussion um das veränderte Mobilitätsverhalten spielt oftmals das Car-Sharing, welches im Bedarfsfall statt eines eigenen PKW genutzt wird. Hierzu wird ausgeführt, dass die Wirkung von Car-Sharing-Angeboten auf den Verkehr in Deutschland derzeit - auch unter Berücksichtigung der dynamischen Entwicklung - oftmals deutlich überschätzt wird.

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Internationales Verkehrswesen

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Nr. 2

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S. 62-67

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