Energiegenossenschaften. Chance für den Strukturwandel.

Klemisch, Herbert
Alternative Kommunalpolitik
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Datum

2014

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Herausgeber

Alternative Kommunalpolitik

Sprache (Orlis.pc)

DE

Erscheinungsort

Bielefeld

Sprache

ISSN

0941-9225

ZDB-ID

Standort

ZLB: Kws 740 ZB 6736
IRB: Z 1674
BBR: Z 555

Dokumenttyp (zusätzl.)

Zusammenfassung

Die Rekommunalisierung der Energiewirtschaft kann als Konsequenz der gescheiterten Erwartungen der Privatisierung ehemals kommunaler Aufgaben gesehen werden. Ziele der Preisstabilität, Versorgungssicherheit und Klimaverträglichkeit, die sich durch ein Mehr an Wettbewerb ergeben sollten, wurden offenbar verfehlt. Eine wichtige Rolle bei der Energiewende kommt den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort zu. Neben der Neugründung von Stadtwerken ist die Gründung von Energiegenossenschaften ein ergänzendes energiewirtschaftliches Umbaumodell als Gegenentwurf zu einer privatwirtschaftlichen Lösung. Energiegenossenschaften haben das Ziel einer dezentralen konzernunabhängigen und ökologischen Energiegewinnung. Sie sind eine Form der Bürgerbeteiligung vorwiegend auf kommunaler Ebene und bieten den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, zur Energiewende und zum Klimaschutz beizutragen. Somit sind sie Bestandteil des sozialökologischen Modells der Energiewende. In dem Beitrag wird die aktuelle Entwicklung nachgezeichnet: Das Neugründungsgeschehen ist besonders im Bereich der Erneuerbaren Energien (EE) sehr dynamisch. Zum Stichtag 31.12.2011 ermittelte das Klaus Novy Institut 586 eingetragene Genossenschaften, die ausschließlich energiewirtschaftlich tätig sind. Dieser Trend setzte sich im Jahr 2012 mit 199 Neueintragungen fort, so dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt von zirka 800 Energiegenossenschaften bundesweit ausgegangen werden kann. Nach einer aktuellen Befragung des Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverbandes (DGRV) engagieren sich 136.000 Mitglieder in Energiegenossenschaften. Die engagierten Bürgerinnen und Bürger haben bereits zirka 1,2 Milliarden in Bürgerkraftwerke investiert. Energiegenossenchaften, deren Tätigkeitsschwerpunkte zumeist im Bereich der Photovoltaik liegen, sind in den letzten Jahren vor allem im ländlichen Raum entstanden. Hierbei handelt es sich in erster Linie um Erzeugergenossenschaften. Mit Abstand folgen die Energieverbrauchergenossenschaften, die auch regionale Netze betreiben. Als wichtige Faktoren für einen fortgesetzt positiven Trend werden von den Genossenschaften selbst langfristig sichere politische Rahmenbedingungen genannt.

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Schlagwörter

Zeitschrift

AKP. Fachzeitschrift für Alternative Kommunalpolitik

Ausgabe

Nr. 1

Erscheinungsvermerk/Umfang

Seiten

S. 33-35

Zitierform

Stichwörter

Serie/Report Nr.

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