Greifswald in Vorpommern. Konservatives Milieu im Kaiserreich in Demokratie und Diktatur 1900-1990.

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ZLB: 2001/142

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DI

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Abstract

Wie wenige andere politische Richtungen waren die protestantischen Konservativen Nord- und Ostdeutschlands von Wandlungen und Umbrüchen betroffen. Im Kaiserreich treten sie als Deutschkonservative und Freikonservative auf. Seit 1918 verbergen sie sich in der Deutschen Volkspartei. 1929 zersplittert sich der konservative Teil der Gesellschaft in mehrere Parteien und Bewegungen. Die Abgrenzung von der NSDAP gerät halbherzig und misslingt schließlich. Die Greifswalder Gesellschaft erliegt dem Nationalsozialismus. 1945 ist das Milieu in Teilen intakt. Es entmachtet die NSDAP und wagt einen politischen Neuanfang in der CDU. Die SED demontiert dann planmäßig sämtliche konservativen Bastionen in der Gesellschaft. Gleichwohl sind weiterhin milieuhafte Verbindungen erkennbar, ziehen sich Kontinuitätslinien bis in die bürgerliche Blockpartei CDU, in die Ereignisse des Herbstes 1989 und die Vereinigungspolitik. Warum es zu diesen Umbrüchen kam, welcher Logik sie folgten, wo Ursachen zu finden sind und sich wichtige Begleiterscheinungen zeigen, wird am Beispiel der Region und der Stadt Greifswald detailliert untersucht. Insgesamt erweist sich die Religion als eine der stärksten Stützen konservativer Gesinnung und Organisation, stärker als viele politische Grundüberzeugungen. difu

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543 S.

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Beiträge zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien; 122