Gebietsreformen und politische Desintegration: Welche Rolle spielt die Größe?

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Wiesbaden

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2629-6373

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ZLB: Kws 86/50

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Abstract

Der Zusammenhang zwischen der Größe von Gebietskörperschaften und politischer Partizipation gehört zu den 'alten' Themen der (lokalen) Politikwissenschaft, der vor dem Hintergrund der gescheiterten Kreisgebietsreformen in Brandenburg und Thüringen erneut aktuell wurde. Unterstellt wird in der Debatte häufig ein direkter Effekt der Kreisgröße an sich auf die Wahlbeteiligung bzw. die Wahl einer grundsätzlich oppositionellen Partei (hier: der AfD). Die Wahldaten der Bundestagswahl 2017 werden in dem Artikel in Bezug zur Kreisgröße (und zu einer Reihe von Kontrollvariablen) gesetzt. Die Analyse erbringt zwei zentrale Ergebnisse: Erstens ist die Artikulation von Unzufriedenheit mit dem politischen System in überdurchschnittlich großen Kreisen nicht stärker ausgeprägt. Und zweitens spielt besonders bei der AfD-Wahlentscheidung die jeweilige Bundesländerzugehörigkeit eine ganz entscheidende Rolle. Interessant ist, dass der Bundesländereffekt auch die Nicht-Wahl beeinflusst und damit der Erklärungsgehalt der Größeneffekte deutlich ins Hintertreffen gerät. Kritik an Territorialreformen, die einen negativen Zusammenhang zwischen Gebietsgröße und politischer Partizipation ins Feld führt, ist aus dieser Perspektive nicht plausibel.

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59-80

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