Kommunaler Widerstand gegen die Gleichstrompassage Süd-Ost. Stromtrassen.

Alternative Kommunalpolitik
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Alternative Kommunalpolitik

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DE

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Bielefeld

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0941-9225

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ZLB: Kws 740 ZB 6736
IRB: Z 1674
BBR: Z 555

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Abstract

Seit 2012 ist es die Aufgabe der vier großen Übertragungsnetzbetreiber in Deutschland, jährlich den Netzentwicklungsplan zu erstellen. Darin soll dargestellt werden, welche Maßnahmen notwendig sind, um einen stabilen Betrieb der Stromnetze im Rahmen der Energiewende zu gewährleisten. Die Fragen über Erdverkabelung und Abstandsflächen zur Wohnbebauung sind nicht endgültig geklärt. Außerdem können viele grundsätzliche Probleme noch nicht gelöst werden. So ist zum Beispiel nicht endgültig belegt, dass der Bau neuer Übertragungsleitungen überhaupt notwendig ist. In dem Beitrag wird am Beispiel des Landkreises Bayreuth aufgezeigt, wie der kommunale Widerstand vielerorts wächst. Außerdem werden alternative Lösungsmöglichkeiten vorgestellt: Ende 2013 informierte ein Netzbetreiber über den möglichen Verlauf der geplanten Gleichstrompassage Süd-Ost. Daran, dass die Trasse über die Köpfe der Betroffenen geplant wurde, entzündete sich massiver Protest der Bürgerinnen und Bürger. Außerdem wurde moniert, dass im Fall des Baus zu erwarten ist, dass nicht nur bis zu 70 Prozent Kohlestom transportiert werden soll, da der Anfangspunkt der Trasse im ostdeutschen Braunkohlegebiet liegt, sondern dass außerdem osteuropäischer Atomstrom in die Leitung eingespeist werden könnte. Es wurde eine gemeinsame Resolution des Kreistages Bayreuth verabschiedet und ein Gutachten in Auftrag gegeben, in dem untersucht wurde, unter welchen Bedingungen der vorgesehene Korridor nicht mehr erforderlich sein wird. Das Gutachten kommt zu dem Schluss, dass es sinnvoller ist, innovative Techniken zur Speicherung von Strom zu fördern, anstatt Milliarden von Euro für nicht notwendige Stromautobahnen auszugegen. Zahlreiche Landkreise und Gemeinden in Oberfranken und der Oberpfalz verabschiedeten inzwischen ähnliche Resolutionen wie in Bayreuth.

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AKP. Fachzeitschrift für Alternative Kommunalpolitik

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Nr. 6

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S. 40-41

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