Abfall mit viel Substanz. Reststoffe aus der Papierherstellung bergen wertvolle Ressourcen.
Deutscher Fachverl.
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Herausgeber
Deutscher Fachverl.
Sprache (Orlis.pc)
DE
Erscheinungsort
Frankfurt/Main
Sprache
ISSN
0933-3754
ZDB-ID
Standort
ZLB: Kws 274 ZB 6793
BBR: Z 551
BBR: Z 551
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Zusammenfassung
Zukünftig sollen nachwachsende Rohstoffe und Biomasse bevorzugt stofflich genutzt werden, weil dadurch höhere makroökomische Wertschöpfungseffekte zu erwarten sind als bei der energetischen Verwertung. Der Wiedereinsatz von biomassehaltigen Abfällen und den bislang unzureichend genutzten Nebenströmen verspricht außerdem eine umfangreiche Umweltentlastung. Zu den Nebenströmen gehören die bei der Papiererzeugung anfallenden Rückstände, die bislang zum Großteil nur innerbetrieblich oder extern energetisch genutzt werden. Doch die Reststoffe der Papierindustrie weisen signifikante Biomasse-Anteile auf und fallen kontinuierlich an zentralen Orten auf. Die Kosten für die Entsorgung der Reststoffe ließen sich senken, wenn die stofflichen Potenziale besser erschlossen würden, etwa durch Einsatz als Werkstoffe in Polymeren und Kompositen, bei der Herstellung von Adsorbern und Baustoffen sowie durch eine Calciumcarbonat-Rückgewinnung. Ein weiterer Reststoff bei der Papierherstellung ist die Lignocellulose-Fraktion, die gegenüber Holz signifikant weniger Lignin enthält und sich besonders für die zuckerchemische Umwandlung im Rahmen einer Bioraffenerie eignet, um biobasierte Chemikalien zu gewinnen. Anhand von Standorten und Produktionskapazitäten in einer Referenzregion in Ostdeutschland wurde an der Universität Dresden eine Potenzialanalyse für die stoffliche Verwertung von Reststoffen aus der Verpackungspapierindustrie erstellt, deren Ergebnisse in dem Beitrag vorgestellt werden. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Rückstände der Papierherstellung ein Potenzial bieten, das in mehrfacher Hinsicht akttraktiv ist. Das gilt insbesondere, wenn bei der Papierherstellung Altpapier eingesetzt wird, was bei der Papierindustrie mit einem Anteil von 74 Prozent der Fall ist.
Beschreibung
Schlagwörter
Zeitschrift
Entsorga
Ausgabe
Nr. 1/2
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Seiten
S. 28-30