Im Interesse des Kindes? Elterntrennung und Sorgerechtsmodelle in Deutschland, Großbritannien und den USA.
Selbstverl.
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Selbstverl.
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DE
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Frankfurt/Main
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VfK: 04/F1690
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Abstract
Die Autorin untersucht Sorgerechtsmodelle bei Trennung und Scheidung am Beispiel dreier Staaten (Deutschland, USA, Großbritannien) im Hinblick darauf, ob sie den betroffenen Kindern zugute kommen. Im Zentrum der Betrachtungen steht die deutsche Kindschaftsrechtsreform von 1998, die ähnlich wie die britischen und amerikanischen Reformen Tendenzen zur Deregulierung erkennen lässt: Durch den Rückzug des Staates bei Trennung und Scheidung soll die Autonomie der Eltern gestärkt werden. Die Untersuchung überprüft die zwei zentralen Zielsetzungen der Reformen: Zum einen soll im Interesse des Kindes durch die Vorgabe gesetzlicher Leitbilder (gemeinsames elterliches Sorgerecht) und den Ausbau pädagogischer Interventionen (bspw. Mediation, Sorgeplan, Informationstreffen) das Verhalten der Eltern in Richtung einer gemeinsam ausgeübten Elternschaft auch nach Trennung und Scheidung beeinflusst werden. Die langjährigen und wissenschaftlich vielfältig dokumentierten Erfahrungen aus Großbritannien und den USA werden im Hinblick auf die Frage ausgewertet, ob und inwieweit positive Einflüsse solcher gesetzlichen Leitbilder und pädagogischen Maßnahmen auf das Verhalten geschiedener Eltern und die Situation der Kinder festzustellen sind. Dabei ergeben sich überraschende Diskrepanzen zu den Ergebnissen einer ersten Evaluation der deutschen Kindschaftsrechtsreform. Zum zweiten ist erklärtes Ziel der Reformen die Verbesserung der Rechte des Kindes und die Förderung des Kindeswohls. Es wird untersucht, wie Kinder die Scheidung erleben, was ihnen helfen und was die Bewältigung erschweren kann. Anschließend werden Perspektiven für eine kindeswohlorientierte Weiterentwicklung der Rechtspolitik und der Jugendhilfepraxis aufgezeigt. difu
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592 S.
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Jugend und Familie; 5