Planung, Politik und Macht in Städten.

Kühn, Manfred
Routledge
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Datum

2017

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Herausgeber

Routledge

Sprache (Orlis.pc)

GB

Erscheinungsort

Abingdon

Sprache

ISSN

0251-3625

ZDB-ID

Standort

ZLB: Kws 155 ZB 6792

Dokumenttyp (zusätzl.)

Autor:innen

Zusammenfassung

Der Beitrag hat drei Ziele: (1) Die Machtkonzepte der kommunikativen Planungstheorien zu skizzieren und die grundlegende Kritikpunkte an den kommunikativen Planungsmodellen darzustellen, die bisher noch relativ wenig diskutiert und reflektiert wurden. (2) Die Machtkonzepte der lokalen Politikforschung darzustellen, indem auf die Commune Power-Debatte und ihre Erweiterung durch die Urban Regime-Theorie eingegangen wird. (3) Aus der Synthese von planungstheoretischen und politikwissenschaftlichen Machtkonzepten ein heuristisches Modell eines kommunalen Machtfeldes zu entwickeln. Dieses Modell soll hilfreich sein, um ungleiche Machtbeziehungen in der lokalen Planungspolitik von Städten empirisch untersuchen zu können. In Kapitel 2 wird das dominierende Modell der kommunikativen Planung im Hinblick auf das zugrunde liegende Verständnis von Macht skizziert. Information, Kommunikation und Partizipation bilden danach wichtige Machtquellen, die gegen einflussreiche Akteure eingesetzt werden können. Anschließend wird die Kritik an diesem Modell dargestellt. Um ein politökonomisches Verständnis von Macht in die Analyse der Planungspolitik vor Städten einzubeziehen, werden die Machtkonzepte der Community Power-Debatte dargestellt. Aus den Defiziten der kommunikativen Planungstheorien und der Community Power-Debatte wird schließlich ein eigenes Modell eines kommunalen Machtfelds abgeleitet und entwickelt, das vier Formen von Macht in der Planungspolitik unterscheidet: politische Entscheidungen, ökonomische Ressourcen, demokratische Bürgerbeteiligung und kommunikative Diskurse. Das Modell ist akteurszentriert und berücksichtigt folgende Akteursgruppen: politische Führungspersonen (Bürgermeister), leitende Ministerialbeamte, private Investoren, Bürger und Medien. Der Beitrag schließt mit der empirische Frage, welche Position die Planerinnen in diesem lokalen Machtfeld haben.
The communicative model of planning, which has dominated international and national planning theories since the 1990s, is facing increasing criticism because the main discrepancies between theory and practice have become more and more apparent. Discrepancies exist primarily in the fact that the importance of communication, cooperation and participation in planning processes was overestimated, the ascribed role for planners as neutral mediators in negotiation processes has barely been fulfilled in practice and, in many cases, planning processes favour already powerful actors. Therefore, this paper outlines a theoretical framework for the analysis of power relations at the local level of planning policies. Planning and policy are not conceptualized as two separate spheres; rather planning is understood as a political process in all phases. In order to empirically examine issues of power in planning processes, the paper refers to the power concepts of the Community Power debate. In this debate, the understanding of power as social control over others ("Power over") has shifted to an understanding of power as a capacity of actors to act ("Power to"). Based on a political-economic understanding of power, a practiceand action-oriented model of planning policy is developed, which distinguishes four different forms of power: political decisions, economic resources, democratic participation and communicative discourse. The paper concludes with an open empirical question regarding which position planners have within the local power field.

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Schlagwörter

Zeitschrift

DISP

Ausgabe

Nr. 2

Erscheinungsvermerk/Umfang

Seiten

S. 109-119

Zitierform

Stichwörter

Serie/Report Nr.

Sammlungen