Die neue Macht der Bürger. Was motiviert die Protestbewegungen? Bürgerlicher Protest? BP-Gesellschaftsstudie.

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Bonn

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ZLB: Kws 95/42

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Abstract

Noch vor wenigen Jahrzehnten war Protest allenfalls ein Kennzeichen der Jugend, und als "bürgerlich" galten die Etablierten und Angepassten. Davon ist in der deutschen Gesellschaft des 21. Jahrhunderts nicht viel geblieben. Anlass für Bürgerprotest sind beispielsweise Großbauten, neue Verkehrswege oder Stromtrassen, ein verbreitetes Unbehagen gegenüber Bildungsreformen oder die Forderung nach ökologischer oder sozialer Ausrichtung der Stadtentwicklung. Auffallend viele ältere Köpfe, und häufig solche, die von Bildung und Einkommen her den klassischen bürgerlichen Milieus entstammen, planen heute Demos, organisieren Mahnwachen und stellen sich auf medienwirksame, innovative und kreative Weise quer zu umstrittenen Projekten. Welche Motive treiben die Akteurinnen und Akteure der bürgerlichen Protestbewegungen an? Welcher Instrumente und Strategien bedienen sie sich? Auf welche Erfahrungen des Protests können sie zurückgreifen, welche Erfolge können sie verzeichnen, und was erwarten die neuen, mächtigen Bürger vom Staat und von der Politik?

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341 S.

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Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung; 1332