Schadenersatz und Rückforderung beim Schienenkartell. Wer bekommt was im Dreiecksverhältnis Kartellamt - ÖPNV - Fördermittelgeber?

Gussone, Peter/Lesinska, Anna
Alba
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Datum

2014

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Herausgeber

Alba

Sprache (Orlis.pc)

DE

Erscheinungsort

Düsseldorf

Sprache

ISSN

0722-8287

ZDB-ID

Standort

ZLB: Kws 335 ZB 6847
BBR: Z 529
TIB: ZO 1831

Dokumenttyp (zusätzl.)

RE

Zusammenfassung

Die Verfahren im so genannten Schienenkartell zu Lasten des ÖPNV sind mit einer Ausnahme seit dem 27. Juli 2013 vor dem Bundeskartellamt abgeschlossen. Für die Betroffenen geht es nun um die Geltendmachung von Schadensersatz. Dazu müssen ÖPNV-Unternehmen überlegen, wie mit den Rückforderungsbegehren der Fördermittelgeber in einigen Bundesländern umzugehen ist. Hier wird zunehmend der Fördermittelempfänger zur Rückzahlung der aufgrund der kartellbedingt überhöhten Preise "zu viel" geleisteten Zuwendungen aufgefordert. Vieles spricht aber dafür, dass den Fördermittelgebern weder Schadensersatzansprüche gegen die Kartellanten, noch Rückforderungsansprüche gegen die ÖPNV-Unternehmen zustehen. Das geschädigte ÖPNV-Unternehmen hat hingegen bessere Chancen, seine Schadensersatzforderungen erfolgreich geltend zu machen. Allerdings ist der hiermit verbundene Aufwand nicht zu unterschätzen, so dass auch Fördermittelgeber ein gemeinsames Vorgehen mit den Unternehmen in ihrer Zuständigkeit und eine Beteiligung an den Kosten überlegen sollten. Die Bildung von Geschädigtengemeinschaften kann darüber hinaus sinnvoll sein.
The legal proceedings before the Federal Competition Authority (Bundeskartellamt) concerning the so-called Schienenkartell (rail cartel) to the disadvantage of local public transport companies were, with a single exception, brought to an end the 27 July 2013. The next step for the affected parties is to claim damages. In this context, local public transport companies have to deliberate how to treat the requests for repayment of subsidies granted by funding institutions in some federal states. Here, the beneficiaries are increasingly asked to repay to the funding bodies the amount of money that, due to the excessive prices resulting from the cartel, has been granted on top of the fair amount. However, there are good reasons indicating that the funding institutions are neither entitled to claim damages from the cartel members nor to demand repayments from the local public transport companies. These companies, on the other hand, are in a far better position to succeed with their claims for compensation. The effort must not be underestimated. Hence, the competent funding institutions should consider taking joint action with the companies in their field of responsibility and participating in the costs. Moreover, the formation of communities of claiments may be appropriate.

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Schlagwörter

Zeitschrift

Der Nahverkehr

Ausgabe

Nr. 5

Erscheinungsvermerk/Umfang

Seiten

S. 26-28

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