Regionale Entwicklung mit und ohne Spillover-Effekte.

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Kassel

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ZLB: 4-2005/1430

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Abstract

Der wirtschaftliche Entwicklungsstand von Regionen hängt nicht nur von ihrer eigenen Leistungsfähigkeit ab, sondern aufgrund räumlicher Überschwappeffekte auch von jener angrenzender Wirtschaftsräume. Positive Spillovers (Lieferverflechtungen, Nutzung der Infrastruktur in Nachbarregionen u. ä.) und negative Spillovers (z. B. Umwelteffekte) begründen eine wechselseitige Beeinflussung des Entwicklungsstands von Wirtschaftsräumen. Die räumlich-ökonometrische Analyse erlaubt eine Simulation von ökonomischen Größen mit und ohne Effekte angrenzender Gebiete. Hier sei die Arbeitsproduktivität betrachtet, die als Indikator für die Leistungsfähigkeit von Wirtschaftsräumen steht. Mit Hilfe von Eigenvektoren, die die Nachbarschaftseffekte wiedergeben, wird ein erheblicher Varianzanteil der Arbeitsproduktivität erklärt. Eine die Grenzen von Wirtschaftsräumen überschreitende netzwerkbasierte Regionalpolitik erscheint damit ökonomisch sinnvoll zu sein. Insbesondere Metropolen beeinflussen in hohem Maße die Arbeitsproduktivität im Umland. Einige ostdeutsche Regionen in Brandenburg und Sachsen würden ohne das schlechte wirtschaftliche Umfeld eine deutlich überdurchschnittliche Arbeitsproduktivität aufweisen. Andere Regionen, beispielsweise im Harz und in Mecklenburg-Vorpommern, sind aufgrund der dünnen Besiedlung sowohl mit als auch ohne Berücksichtigung von Nachbarschaftseffekten unattraktiv. difu

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25 S.

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Volkswirtschaftliche Diskussionsbeiträge; 70/05