Ökologische Kriminalitätstheorien. Formen und Bedeutung in der Kriminologie und der Kriminalprävention.

Cal, Berivan
Selbstverl.
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Datum

2014

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Herausgeber

Selbstverl.

Sprache (Orlis.pc)

DE

Erscheinungsort

Tübingen

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Dokumenttyp (zusätzl.)

EDOC

Autor:innen

Zusammenfassung

Die Arbeit zeigt, welche Entwicklungen die Frage nach den räumlichen Entstehungsbedingungen der Kriminalität durchlaufen ist. Während Shaw und McKay mit ihrer sozialökologische Theorie die raumstrukturellen Faktoren eines Stadtgebiets in Form des städtebaulichen Verfalls als Kriminalitätsursache nur marginal erwähnten und vornehmlich den damit einhergehenden Zerfall der Sozialstruktur für die Entstehung von Kriminalität verantwortlich machten, griff Newman mit seinem "defensible-space"-Ansatz allein auf die baustrukturelle Gestaltung als Entstehungsursache für die Kriminalität zurück, Wilson und Kelling hingegen mit ihrer "broken-windows"-Theorie mit der baulichen Unordnung auf die Bausubstanz. Allerdings erwies sich lediglich die sozialökologische Theorie von Shaw und McKay als fruchtbarer Ansatz für das Verständnis von Kriminalität in Großstädten, da bei den modernen ökologischen Theorien primär die Entwicklung adäquater Maßnahmen für die Kriminalprävention im Vordergrund steht. Angesichts der aktuellen Entwicklungen der städtischen Gewalt und dem damit einhergehenden Bedarf an verfeinerten Präventionsmaßnahmen, ist zu vermuten, dass die genannten Modifikationen nicht die letzten gewesen sind und auch in der Zukunft weitere Aspekte des Raumes im weiteren Sinne, also seine strukturell-ökologischen Eigenschaften, zur Erklärung von Kriminalität herangezogen werden. Allerdings werden grundsätzlich durch den Bezug auf den bewohnten Raum keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sein: Die Ausführungen zur prägenden Kraft des Raumes als kriminogene Einheit beschränken sich selbst bei einer Ausschöpfung seiner strukturell-ökologischen Besonderheiten, wie bei den modernen Theorien, stets auf den mangelnden Zusammenhalt seiner Bewohner. Beispielhaft könnten daher in der Kriminalökologie Forschungen angeregt werden, die sich spezifisch auf die unmittelbare Beziehung zwischen dem Raum und dem Menschen als ein animalisches Wesen beziehen.

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Schlagwörter

Zeitschrift

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Erscheinungsvermerk/Umfang

Seiten

S. 25-42

Zitierform

Stichwörter

Serie/Report Nr.

Tübinger Schriften und Materialien zur Kriminologie; 28

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