Kassel probt den Sonderweg. 'Nasse' und trockene' Tonne im Großversuch.

Deutscher Fachverl.
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Deutscher Fachverl.

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Frankfurt/Main

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0933-3754

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ZLB: 4-Zs 5887
BBR: Z 551

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Abstract

Die Getrenntsammlung von Abfällen ist im Prinzip eine gute Idee, denn nur vorsortierte Fraktionen können mit akzeptablem Aufwand stofflich verwertet werden, so dass aus Abfällen wieder Wertstoffe entstehen können. Allerdings verstehen längst nicht alle Bürgerinnen und Bürger das Vieltonnensystem oder verweigern sich der Getrenntsammlung. Folglich sind die Fehlwurfquoten hoch (in der Gelben Tonne und im Restmüll bis zu 40 Prozent), was die Wertstoffausbeute deutlich verringert. Zudem sind Getrenntsammlung, Sortierung und Verwertung kostspielig, was sich in den Abfallgebühren niederschlägt. Vor diesem Hintergrund wird seit Sommer 2008 bei den Stadtreinigern Kassel gemeinsam mit der Universität Kassel ein alternatives Sammelsystem getestet, das in dem Beitrag vorgestellt wird. Testgebiet ist die Kasseler Südstadt mit zirka 3.800 Einwohnern. Das System unterscheidet eine "nasse" und eine "trockene" Tonne, die den unterschiedlichen Verwertungswegen zugeführt werden. 90 Prozent der Teilnehmer am Kasseler Großversuch empfinden die neue Abfallsammlung als Erleichterung. Zu den Kosten der veränderten Sammlung kann aus verschiedenen Gründen noch keine abschließende Bewertung vorgenommen werden. Ziel ist jedoch, dass das Zweitonnensytem nicht teurer werden darf als die herkömmliche Getrenntsammlung.

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Entsorga-Magazin

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Nr. 9

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S. 22-25

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