Möglichkeiten und Herausforderungen einer erweiterten Umgebungslärmkartierung.

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DE

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Düsseldorf

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1863-4672

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ZLB: Kws 250,1 ZB 4813
TIB: ZA 4580

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Abstract

Bei der Umgebungslärmkartierung nach EU-Richtlinie kommen bei der Berechnung des Umgebungslärms Schwellenwerte zur Anwendung, unterhalb derer keine Lärmberechnungen durchgeführt werden. Für den Straßenverkehrslärm beträgt die Schwelle drei Millionen Kraftfahrzeuge pro Jahr außerhalb von Ballungsräumen. Durch die Umgebungslärmkartierung wird somit ein Großteil der Straßenabschnitte nicht kartiert und dort wohnende Menschen (Belastete) von der anschließenden Lärmaktionsplanung ausgeschlossen. Auch die Ermittlung ruhiger Gebiete ist auf der Grundlage der bisherigen Kartierungsmethodik nur eingeschränkt möglich. Das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) hat daher im Anschluss an die Umgebungslärmkartierung 2017 nach EU-Richtlinie eine weitergehende Straßenlärmberechnung (PLUS-Kartierung) durchgeführt. Im Gegensatz zur Kartierung nach EU-Richtlinie wurden für die PLUS-Kartierung alle Straßen auch unterhalb des Schwellenwertes berücksichtigt. Die Ergebnisse der PLUS-Kartierung liefern im Vergleich zur EU-Kartierung etwas mehr Belastete innerhalb der Ballungsräume und erheblich mehr Belastete außerhalb der Ballungsräume. Nach den vorliegenden Ergebnissen unterschätzt die EU-Kartierung die Anzahl der lärmbelasteten Personen außerhalb der Ballungsräume erheblich.
Environmental noise mapping according to the EU directive involves thresholds for calculating the noise, under which no calculations are performed. For road traffic, the threshold is three million vehicles a year outside of urban areas (agglomerations). Because of this, some road sections are not mapped out and people living near them (exposed) are excluded from the subsequent noise action planning. Furthermore the possibilities for identification of quiet areas are limited based on this method. The Hessian Agency for Nature Conservation, Environment and Geology (HLNUG) has performed a further road noise calculation after the calculation according to the EU Directive in 2017. These calculations are based on the same model data, the second one was done without excluding roads below the threshold. The results show substantial differences in exposed people, in particular in places outside the urban areas. EU mapping underestimates the number of exposed people in these areas considerably.

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Lärmbekämpfung

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Nr. 4

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S. 120-124

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