Alle in Bewegung. Räumliche Mobilität in der Bundesrepublik Deutschland 1980-2010.

Vandenhoeck & Ruprecht
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Vandenhoeck & Ruprecht

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Göttingen

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ZLB: Kws 360/266

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DI

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Abstract

Vielen Zeitdiagnosen zufolge markierten die letzten Jahrzehnte eine mobile Zeit von historischer Singularität. Das Buch untersucht Formen und Dynamiken räumlicher Mobilität in der Bundesrepublik Deutschland zwischen 1980 und 2010. Mit dem Blick auf räumliche Massenphänomene wie das berufliche Pendeln, Binnenwanderungen und Migration betritt die Arbeit zeitgeschichtliches Neuland, denn jene Mobilitätserscheinungen hat die historische Forschung jahrzehntelang vernachlässigt. Die Untersuchung thematisiert speziell die Dimensionen der Ost-West-Mobilität, die Rolle des Pendelns im Prozess wachsender Einkommensunterschiede, die Zusammenhänge zwischen Mobilitätsdruck und Arbeitslosigkeit sowie das Spannungsverhältnis zwischen Familiengründung und beruflicher Mobilität. Aus der Sicht der bereits mobilen Gesellschaft der Kaiserzeit erweist sich die deutsche Gesellschaft in der Umbruchphase nach dem Boom als relativ sesshaft und nur begrenzt mobil. Damit revidiert die Studie gängige Erklärungsmuster für eine pauschal gestiegene Mobilität, die vor allem mittels der medialen Dramatisierungsvirtuosität öffentliche Aufmerksamkeit und darüber auch wieder zeithistorische Beachtung gefunden haben. Methodisch angereichert mit statistischen Analysen und kartographischen Verfahren ist die historische Arbeit als ein reflektierter und innovativer Beitrag im Bereich der "digital history" zu verstehen.

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397 S.

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Nach dem Boom