Schwermetalle in Böden der Bundesrepublik Deutschland, geogene und anthropogene Anteile. Kennzeichnung der Empfindlichkeit der Böden gegenüber Schwermetallen unter Berücksichtigung geogener (lithogener und pedogener) Grundgehalte sowie anthropogener Zusatzbelastungen.

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Berlin

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ZLB: 91/4179-4

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Abstract

Im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland wurden 526 Bodenprofile untersucht, die die flächenhaft vorherrschenden Substrate und Bodentypen repräsentieren. An diesem Material wurden die Gehalte folgender Elemente bestimmt: Blei, Kupfer, Zink, Cadmium, Nickel, Kobalt, Quecksilber, Eisen, Mangan, Antimon, Lithium und Arsen. Für die statistische Auswertung wurden die Proben ausgewählt, die als unbelastet durch anthropogenen Eintrag gelten können. Von diesen wurden für die Substrate Löß, Sand, Geschiebelehm, Bimstuff, Marsch, Hoch- und Niedermoor, Kalkstein, Mergelstein, Sandstein, Tonstein, Glimmerschiefer, Basalt, Granit und Pikrit verschiedene statistische Kenndaten (geometrisches Mittel, Standardabweichung, Obergrenze des Zwei-Sigma-Bereiches) berechnet. Die Obergrenzen des Zwei-Sigma-Bereiches zeigen an, von wo ab ein Elementgehalt als anormal zu gelten hat und damit Anlaß gibt, anthropogenen Eintrag oder in der Tiefe vorhandene Erzvorkommen zu vermuten. Anthropogene Schwermetallanteile lassen sich von lithogenen durch folgende Verfahren unterscheiden: Bei Böden aus Festgesteinsverwitterung trennt man jede Probe in die Feinboden- und Steinfraktion. Anhand der Quotienten aus den Elementgehalten der Feinbodenfraktion und den Elementgehalten der Steinfraktion läßt sich die Belastungsart ermitteln. Bei Böden aus Lockergesteinen kann aus der Elementverteilung im Bodenprofil sowie durch Extraktionsverfahren eine erste Abschätzung des anthropogenen vom lithogenen/pedogenen Elementanteil gemacht werden. difu

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136 S., Anh.

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Texte; 10/91