Stadtentwicklung ohne Wachstum. Zur Praxis kommunaler Siedlungsflächenentwicklung. Empirische Befunde und Folgerungen zu Steuerungsverständnissen und -formen öffentlicher Akteure.

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Zentrales Ziel der Arbeit ist es, Erkenntnisse zur aktuellen kommunalen Steuerungspraxis in "Schrumpfungsräumen" zu gewinnen - fokussiert auf die Frage: Wo werden welche Wohnbauflächen wie entwickelt und warum? Dargestellt werden die Rahmenbedingungen des "Nicht-Wachstums", die baulich-räumlichen Folgen in Schrumpfungsstädten sowie der daraus resultierende Handlungsbedarf. Daran anschließend wird die Steuerungspraxis in Schrumpfungsräumen betrachtet. Der Blick richtet sich auf die Problemwahrnehmung und das Aufgabenverständnis öffentlicher Akteure, auf deren Ziele, Motive und Orientierungen, auf die zur Verfügung stehenden Ressourcen und Instrumente sowie auf das Zusammenspiel der Akteure. Hieraus resultieren Hypothesen zum Steuerungsverhalten öffentlicher Akteure in Schrumpfungsräumen, die in Fallstudien empirisch überprüft werden. Ausgewählt wurden Städte mit unterschiedlichen demographischen Verläufen und Prognosen. Zusammenfassend wird festhalten, dass auch in Kommunen mit stagnierenden oder sinkenden Bevölkerungszahlen, anhaltenden Struktur- und Wirtschaftsproblemen sowie angespannter Haushaltslage Freiflächen für neue Wohnbaugebiete genutzt werden. Demographische Veränderungen sowie nationale Flächensparziele (30-ha-Ziel) scheinen bei den Entscheidungen und Vorgehensweisen weniger zum Tragen zu kommen. In stark schrumpfenden Städten kommen Stadtumbaumaßnahmen hinzu - diese ersetzen etablierte Verhaltensweisen (wie Siedlungsflächenexpansion) allerdings nicht, sondern ergänzen sie vielmehr. Darüber hinaus ist eine Vielfalt an Steuerungsformen zu erkennen. Ein grundlegender Richtungswechsel zeichnet sich derzeit nicht ab, Wachstumsorientierung und -hoffnung scheinen ungebrochen.

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266 S.

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