Erfassung und Analyse des Bodenzustands im Hinblick auf die Umsetzung und Weiterentwicklung der Nationalen Biodiversitätsstrategie. Nebst Anhang.

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DE

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Dessau-Roßlau

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1862-4804

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Abstract

Aufgabe des Vorhabens war es, die Voraussetzungen für den Schutz der in § 2 des BBodSchG (1998) beschriebenen Funktion des Bodens als Lebensraum für Bodenorganismen in zweierlei Hinsicht zu verbessern: Zum einen waren für die Beurteilung der Bodenqualität geeignete biologische Indikatoren (d. h. Organismengruppen) zu identifizieren. Zum anderen sollten anhand entsprechender Parameter für ausgewählte Biotoptypen Zielvorgaben ermittelt werden, anhand derer geprüft werden kann, ob ein Boden die Lebensraumfunktion erfüllt. Letztlich soll damit die Nationale Strategie zur Biologischen Vielfalt umgesetzt werden, z. B. durch eine Ausweitung des bodenbiologischen Monitoring auf Bodendauerbeobachtungsflächen (BDF). Dazu wurden zuerst die bisher vorgeschlagenen Methoden und Konzepte (inklusive der gesetzlichen Rahmenbedingungen) zur Nutzung der Bodenbiodiversität für die Bodenqualitätsbeurteilung zusammengestellt. Parallel dazu wurde eine Datenbank aufgebaut, in der die aus einzelnen Bundesländern (BDF) als auch aus der Literatur (speziell den Partnern) stammenden bodenbiologischen Daten zu Collembolen, Oribatiden, Lumbriciden und Enchytraeen zusammengetragen und kritisch beurteilt wurden. Die biogeographische Verbreitung ausgewählter Arten der vier Invertebratengruppen sowie ihr Vorkommen in Abhängigkeit von den wichtigsten Standortfaktoren (Landnutzung, pH, Textur, organischer Gehalt) wurden in Karten und Tabellen dargestellt (Informationen zu weiteren Arten sind dem Anhang zu entnehmen). Basierend auf der statistischen (=multi-variaten) Auswertung der Abhängigkeit des Vorkommens dieser Arten von Standort- und Bodeneigenschaften wurden Vorschläge für Referenzwerte, differenziert nach Biotoptyp bzw. Landnutzung, erarbeitet. Für Mikroorganismen war eine analoge Auswertung nicht möglich, so dass hier der Fokus auf der kritischen Diskussion vorhandener Methoden zur Erfassung ihrer Diversität lag. Abschließend wurde eine Defizitanalyse zum Stand der Bodenbiodiversitätserfassung in Deutschland durchgeführt sowie konkrete Vorschläge zur Weiterentwicklung des bodenbiologischen Monitorings, speziell auf BDF, gemacht. Dabei wurden auch die ökosystemaren Leistungen der Bodenorganismen berücksichtigt.

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386, 165 S.

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Texte; 33/2012
Texte; 34/2012