Mauer in den Köpfen? Die Einstellungen und Verhaltensweisen Ost- und Westdeutscher 28 Jahre nach der Wende.

Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung
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Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung

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München

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0018-974X

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ZLB: Wi 1 ZB 1638

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Abstract

"Jetzt wächst zusammen, was zusammen gehört", so kommentiert Altkanzler Willy Brandt die Geschehnisse, als im Herbst 1989 die Berliner Mauer fiel. Doch inwiefern hat sich die Wiedervereinigung auch in den Köpfen der Menschen beider Landesteile vollzogen? Wirken die über 40 Jahre bestehenden Systemunterschiede auch 28 Jahre nach der Wende noch nach, oder haben sich die Einstellungen und Verhaltensweisen der Bürger des vereinigten Deutschlands vollständig angeglichen? Die Ergebnisse einer neuen Studie zeigen, dass in vielen gesellschaftlichen Teilbereichen ein steter Annäherungsprozess im Gang ist und dass sich die Auffassungen in den beiden Landesteilen eher selten auseinanderentwicklen. Häufig nähern sich die Einstellungen der Ostdeutschen an die der Westdeutschen an. In einigen Fällen, wie z.B. im Hinblick auf die vorherrschenden geschlechtlichen Rollenbilder, orientieren sich die Westdeutschen an den Einstellungen der Ostdeutschen. Als Hauptmuster ist zu erkennen, dass sich in den meisten Bereichen die Ost-West-Unterschiede unter jüngeren Befragten reduzieren, teilweise sogar stark. Die Erfahrungen mit zwei unterschiedlichen politischen Systemen in den beiden Landesteilen sind allerdings fast in allen Einstellungsfragen immer noch bemerkbar.

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Nr. 21

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S. 56-61

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