Diskursive Konstituierung von Kulturlandschaft am Beispiel politischer Windenergiediskurse in Deutschland.
Springer
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Springer
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DE
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Heidelberg
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0034-0111
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ZLB: 4-Zs 237
BBR: Z 700
IRB: Z 1003
IfL: I 378 - 2010,4 / I 378 - 2010,4 (2.Ex.)
BBR: Z 700
IRB: Z 1003
IfL: I 378 - 2010,4 / I 378 - 2010,4 (2.Ex.)
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Abstract
Es gibt zahlreiche Landschafts- oder Kulturlandschaftsbegriffe, was mitunter irritierend sein kann. Im Beitrag wird kein "neuer" Landschaftsbegriff propagiert. Stattdessen wird untersucht, wie "Landschaft" oder "Kulturlandschaft" in politischen Diskursen mit Bedeutung aufgeladen werden. Ziel ist es, einen Ansatz zur Analyse der diskursiven Konstituierung von Kulturlandschaft und Methoden zu dessen Umsetzung vorzustellen. Als Beispiele werden eine bundesweite Erhebung zu den thematischen Bezügen ortsbezogener Kulturlandschaftsdiskurse und eine vertiefende Untersuchung von Landschaftskonzepten und Argumentationsmustern in politischen Diskursen über die Nutzung der Windenergie in Deutschland vorgestellt. In den Windenergiediskursen werden allgemein bekannte Landschaftskonzepte reproduziert: "Landschaft als schönes, wertvolles Gebiet", "Landschaft als von Menschen geprägtes Gebiet" und "Landschaft als etwas subjektiv Wahrgenommenes". Der Pro-Windenergie-Diskurs verursacht jedoch Brüche in der scheinbaren Geschlossenheit des konservativen Landschaftsdiskurses, dessen Kernstruktur das Landschaftskonzept "schönes, wertvolles Gebiet" darstellt, und auch in umgekehrter Richtung werden Friktionen ausgelöst. Durch bestimmte Argumentationsmuster wird versucht, die Diskurse zu schließen und gegen Störungen zu immunisieren. Insgesamt spielen Landschaftskonzepte in Windenergiediskursen eine nachgeordnete Rolle und werden teilweise unter instrumentellen, argumentationstaktischen Gesichtspunkten artikuliert.
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Raumforschung und Raumordnung
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Nr. 2
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S. 119-131