Die Jugenddelinquenz und ihre Behandlung in der Republik Korea.

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SEBI: 76/1904

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DI

Zusammenfassung

Anhand statistischer Angaben seit 1962 wird gezeigt, daß die Delinquenz Jugendlicher in Korea seit dem Beginn der schnellen Industrialisierung allmählich zugenommen hat, daß die Delinquenzbelastung in der Altersstufe der 17- bis 18-jährigen am höchsten ist und daß dissoziales Verhalten vor allem in Form von Diebstahl, Raub und Delikten gegen Personen auftritt. Die im westeuropäisch-amerikanischen Raum vorherrschende Anomie-Theorie (Zusammenhang zwischen Sozialstatus und Dissozialität) ist für koreanische Verhältnisse nicht anwendbar, weil die traditionelle Werthaltung in der Gesellschaftsstruktur noch tief verwurzelt ist. Ein maßgeblicher Faktor für die Entstehung der Jugenddelinquenz ist vielmehr neben defizitären Familieverhältnissen der im Prozeß der schnellen Industrialisierung auftretende Konflikt zwischen traditioneller und moderner Wertorientierung, der sich bei Jugendlichen auf die Verinnerlichung der Wertorientierung negativ auswirkt und so das Entstehen sozialer Verhaltensauffälligkeiten begünstigt. Rechts- und Wohlfahrtswesen in Korea sind nicht zu wirksamer Vorbeugung oder Behandlung der Jugenddelinquenz geeignet.

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Schlagwörter

Delinquenz, Jugendlicher, Industrialisierung, Sozialwesen, Ausland, Pädagogik, Soziologie, Recht

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Frankfurt/Main: (1975), III, 150, 11 S., Abb.; Tab.; Lit.; Zus.(phil.Diss.; Frankfurt 1975)

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Delinquenz, Jugendlicher, Industrialisierung, Sozialwesen, Ausland, Pädagogik, Soziologie, Recht

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