Trennung leicht gemacht. Abfallwirtschaft.
Eppinger
Zitierfähiger Link
Lade...
Datum
Zeitschriftentitel
ISSN der Zeitschrift
Bandtitel
Herausgeber
Eppinger
Sprache (Orlis.pc)
DE
Erscheinungsort
Schwäbisch-Hall
Sprache
ISSN
0723-8274
ZDB-ID
Standort
ZLB: 4-Zs 3025
Dokumenttyp
Dokumenttyp (zusätzl.)
Autor:innen
Zusammenfassung
Ziel der europäischen Abfallpolitik ist neben der Abfallvermeidung eine hohe Abfallverwertungsquote im Sinne des Umwelt- und Ressourcenschutzes. In dem Beitrag wird in diesem Zusammenhang das neue Abfallwirtschaftskonzept des Neckar-Odenwald-Kreises vorgestellt, das eine vollständige Verwertung der Abfälle anstrebt. Die Umsetzung der abfallwirtschaftlichen Aufgaben im kommunalen Bereich obliegt der Abfallwirtschaftsgesellschaft des Neckar-Odenwald-Kreises (AWN). Für das Konzept wurden drei Maßnahmenziele definiert: Einfaches und praxisgerechtes Erfassungssystem; Ökologisch nicht nachteilig gegenüber dem bisherigen System; Ökonomisch nicht teuerer als das bisherige System. Es wurde eine neue Definition der Abfallströme und ein neues Erfassungssystem notwendig. Unter Beibehaltung der sortenreinen Erfassung von Altpapier, Altglas, Grünabfällen sowie Leichtverpackungen mussten für die vermischt anfallenden Materialien neue Strukturen erarbeitet werden, denn die Verwertungsmöglichkeiten und die Verwertungsquoten sind bei nahezu allen bestehenden Sammelsystemen durch Fehlwürfe mehr oder minder beeinträchtigt. Durch das einfache Trennkriterium "trocken - nass" soll im Neckar-Odenwald-Kreis auf eine Restmülltonne verzichtet werden und die hiermit erfassten Inhalte vollständig einer Verwertung zugeführt werden. Die neue Trenn- und Sammelstruktur wurde in der Pilotgemeinde Rosenberg ein Jahr lang getestet. Wissenschaftlich begleitet wird der Modellversuch vom Institut für Siedlungswasserbau, Wassergüte und Abfallwirtschaft (ISWA) der Universität Stuttgart. Die Neuzuordnung der Abfälle in die Sparten trockene Wertstofftonne (TWT) und die Bioenergietonne (BET) hat zu einer durchschnittlichen Erhöhung von rund 31 Prozent gegenüber der früheren Gesamterfassung in der Restmülltonne geführt. Optisch und durch Analysen bestätigt weisen die erfassten Fraktionen sowohl in der TWT als auch in der BET geringe Fehlwurfquoten auf. Eine abschließende Betrachtung zu Ökologie und Ökonomie kann aus dem Modellversuch noch nicht abgeleitet werden, weil zu wenige Erhebungsdaten vorliegen. Dennoch haben die ersten Ergebnisse gezeigt, dass eine vollständige Verwertung möglich erscheint.
Beschreibung
Schlagwörter
Zeitschrift
Der Gemeinderat
Ausgabe
Nr. 11
item.page.dc-source
Seiten
S. 44-45