Landschaft und Natur als Gestaltungsreservoir.

Universitätsverl. der TU Berlin
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Universitätsverl. der TU Berlin

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Berlin

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ZLB: Kws 215/159

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Abstract

Die Autorin diskutiert Pflanzkonzepte, bei denen Landschaft und Natur als Gestaltungsreservoir aufgefasst wurden. Sie konzentriert sich auf solche Konzepte, die Landschaften interpretieren würden. Ziel dieser Konzepte sei es, den Eindruck von zumeist großflächigen Landschaften in kleinflächige Freiräume wie Gärten und Parks zu übersetzen. Ein Blick in die Geschichte der Pflanzenverwendung zeige, dass es verschiedene Übersetzungsmöglichkeiten gebe: So wurden ganze Landschaftsausschnitte, aber auch nur abstrahierte Landschaftselemente in Freiräume übersetzt. Die Grundlage dieser Konzepte falle maßgeblich ins 20. Jahrhundert, auch wenn die Autorin daran erinnert, dass bereits der Landschaftsgarten des 18. Jahrhunderts ein Beispiel landschaftsbezogener Pflanzenverwendung sei. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts würden zuerst die äußerlichen Erscheinungen von idealtypischen Landschaften in Freiräume übersetzt werden. Daraufhin seien fremdländische Pflanzenarten hinzugekommen, die den Eindruck der gewünschten Landschaften steigern sollten. In der Folgezeit sei die Dynamik der Pflanzen stärker berücksichtigt worden, indem nicht Pflanzenbilder, sondern sich verändernde Pflanzeneinheiten in der Landschaft identifiziert wurden, um sie auf einen Freiraum zu übertragen. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts werde zunehmend nicht mehr versucht, Ausschnitte, Bilder oder Elemente einer Landschaft in einen Freiraum zu übertragen, sondern deren "Stimmung" oder "Atmosphäre". Heute spiele dieser zuletzt genannte Ansatz eine wichtige Rolle. Dabei würden besonders natürliche Pflanzenlebensräume beobachtet, um deren Wirkung auf einen neuen Freiraum zu übertragen.

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91-103

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