Wohnmobilität im Alter - ein zukunftsfähiger Ansatz für eine nachhaltige Siedlungsentwicklung nach innen?
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DE
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Hannover
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DI
EDOC
EDOC
relationships.isAuthorOf
Abstract
Die Arbeit untersucht das Potenzial der Wohnmobilität im Alter. Sie untersucht, was ältere Menschen dazu bewegt, ihre vertrauten vier Wände gegen etwas Neues auszutauschen. Bei der Frage nach der Wohnmobilität der Babyboomer geht es auch um generationale Brüche und den Nutzen von Modellen, die zukünftiges Verhalten linear aus der Gegenwart extrapolieren. Um zu erklären, ob und wie sich die kommende ältere Generation verhält, stützt sich die Arbeit auf quantitative und qualitative Analysen. Zwischen 2011 und 2012 wurden 1.200 über 50-Jährige in den Kantonen Zürich und Aargau in standardisierten Interviews zu ihren Umzugserfahrungen, -erwartungen und -plänen befragt. Zur Vertiefung wurden 21 leitfadengestützte Gespräche geführt. In beiden Befragungen wurden drei Raumtypen berücksichtigt: große Städte, Agglomerationsgemeinden und ländliche Gemeinden. Die quantitative Auswertung der Interviews zeigt, dass Babyboomer anders als ihre Vorgängergenerationen durchaus bereit sind, nochmals umzuziehen. Die Auswertung der vertieften Gespräche zeigt, dass Umzüge in der Stadt zudem durch die massiven Preisunterschiede zwischen lange bewohnten und auf dem Markt gebotenen Wohnungen gehemmt werden. In der Agglomeration fehlen Anreize zum Umzug, solange gute Anbindung und Versorgungsmöglichkeiten die Netzwerkpflege und den Alltag einfach gestalten und keine Formen fürs Wohnen im Alter entstehen, die ähnlich identitätsstiftend wirken wie das "selbstbestimmte" Leben in der Familienwohnung oder im Einfamilienhaus. Auf dem Land fehlen Wohnungs-, Freizeit- und Versorgungsangebote, was entweder den Wegzug aus der Gemeinde oder das Verbleiben im Einfamilienhaus zur Folge hat. Allgemein vernachlässigt der Wohnungsmarkt vor allem Alleinstehende. Für den fachlichen Diskurs bedeuten die Ergebnisse, dass "Ageing in Place" besser als "Ageing in a familiar Place" verstanden wird. Für viele alternde Babyboomer sind Umzüge ein Weg, Autonomie zu erhalten und auszuweiten.
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V, 199 S.