Deutungshoheit und Praxisrelevanz. Antworten auf die Diskussion um die Grenzen in den Verkehrswissenschaften.
E. Schmidt
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E. Schmidt
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DE
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Berlin
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0340-4536
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ZLB: Kws 335 ZB 6808
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Abstract
Der Aufstieg klassischer Verkehrsforschung erfolgte in einer Zeit wachsenden Wohlstands, Massenmotorisierung und einer immer stärker ausdifferenzierten Wirtschaft. Die vordringlichste Aufgabe von Verkehrspolitik und Verkehrsforschung war dementsprechend der Ausbau von Verkehrsinfrastrukturen. Ökonomische Kosten-Nutzen-Analysen sowie ingenieurswissenschaftliche Optimierungs- und Modellierungsverfahren bilden die Grundlage für eine effiziente und verantwortungsvolle Investitionsstrategie. Die sozialwissenschaftliche Mobilitätsforschung hingegen stellt mit Fachzugängen aus Soziologie, Psychologie oder Humangeographie stärker das Handeln der Menschen in den Mittelpunkt. Immer mal wieder flammt ein Streit zwischen den beiden Sichtweisen auf. So entsteht der Eindruck, dass zwischen der klassischen Verkehrswissenschaft und der sozialwissenschaftlichen Mobilitätsforschung eine unüberwindbare Grenze verläuft. In dem Beitrag wird dem Streit zwischen den Disziplinen nachgegangen und es wird die Zusammenführung der Herangehensweisen vorgeschlagen, ohne dass die jeweils eigene Fachtradition aufgegeben werden muss. Dabei können gemeinsame Ziele und Erkenntnisinteressen eine neue Interdisziplinarität anleiten, denn neue Themenstellungen wie Nachhaltigkeit, Mobilitätszwang und -armut, Entkoppelung von Verkehr und Wirtschaft, Entschleunigung und Lebensqualität dringen in die Diskurse vor und definieren die Herausforderungen für eine Praxis der Wissenschaft zu Verkehr und Mobilität.
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Journal
Verkehr und Technik
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Nr. 8
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S. 299-303