Tourismus und Regionalentwicklung innerhalb und außerhalb ostdeutscher Großschutzgebiete.

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Berlin

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ZLB: Kws 165/260

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Abstract

Die Entwicklung des Tourismus in Ostdeutschland seit der Wiedervereinigung ist eine Erfolgsgeschichte. Im deutschlandweiten Vergleich konnten die Marktanteile erheblich gesteigert werden, sodass in manchen Regionen Tourismus zum bedeutendsten Wirtschaftsfaktor wurde, insbesondere an der Ostseeküste. Der Übernachtungstourismus ist jedoch räumlich sehr stark konzentriert, sodass nicht von flächenhaften Impulsen für die Regionalentwicklung gesprochen werden kann, während an manchen touristischen Brennpunkten Übernutzungserscheinungen auftreten. Nicht zu vernachlässigende Anteile des Tourismus in Ostdeutschland finden in den zahlreichen, fast vollständig erst nach der Wiedervereinigung ausgewiesenen Großschutzgebieten wie Nationalparks, Biosphärenreservaten und Naturparks statt. Neben ihren beträchtlichen positiven Effekten für Naturschutz, Kulturlandschaftspflege und Ökosystemleistungen bewirken diese Schutzgebiete durch ihre touristische Attraktivität auch erhebliche Beiträge zur Belebung der regionalen Wirtschaft – gerade in peripheren Regionen –, die jedoch auch nicht überschätzt werden und nicht als alleinige Pfeiler regionaler Entwicklungsstrategien dienen sollten. Im Gegensatz zu ihren westdeutschen Pendants liegt in den ostdeutschen Naturparks ein deutlich größerer Schwerpunkt auf Naturschutzaktivitäten, was sich durch die Genese dieser Schutzgebiete im Nachgang des Nationalpark-Programms der DDR erklärt.

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481-495

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