Mut zur Zukunft. Der Wandel der neuen Mobilitätsgesellschaft - Ansätze für einen Politikwechsel.

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München

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0020-9511

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ZLB: Kws 305 ZB 6803
BBR: Z 153
IFL: I 809

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Abstract

Der Verkehr von Menschen und Gütern ist eine Voraussetzung für wirtschaftliche Prosperität und für soziale Teilhabe. Doch mittlerweile empfindet die überwiegende Mehrzahl der Stadtbevölkerung den enorm angewachsenen Automobilverkehr als große und weiter zunehmende Belastung. Es ist daher Zeit für einen Wechsel. Die auf das Auto konzentrierte Verkehrspolitik ist abzulösen und die Monomodalität zu einer Multimodalität weiterzuentwickeln. Viele Menschen in großen Städten sind mittlerweile weiter, als es die herrschende Verkehrspolitik tatsächlich wahrhaben will. Insbesondere junge Menschen haben ihre Haltung gegenüber der Dominanz des Automobilverkehrs verändert. Mehr Menschen als früher wählen die Angebote des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV), das Fahrrad ist wieder Teil des Stadtverkehrs geworden und auch das Car-Sharing beginnt nach Jahren des Nischendaseins in unterschiedlichen Formaten zu einer öffentlichen Dienstleistung zu werden. In Städten, in denen alternative Mobilitätsangebote vorhanden sind, geht der Anteil des Automobils an der Gesamtzahl der Wege zurück. Aber Städte, die die Vielfalt der Verkehrsmittel für sich entdecken, sind gesamtgesellschaftlich gesehen immer noch eine deutliche Minderheit. Vor diesem Hintergrund wird in dem Beitrag dafür plädiert, dass die Verkehrspolitik wieder zu einem zentralen Politikfeld wird, in der es nicht nur um die Bereitstellung von Infrastruktur und die Sicherung des Zugangs zu einem privaten Auto geht, sondern um eine Kombination aus staatlicher Gewährleistung, Innovationen und bürgerlichem Engagement sowie um eine neue Mobilitäts- und Verantwortungskultur. Um den Wandel einzuleiten, sind Korrekturen in bestehenden gesetzlichen Regelwerken unvermeidlich. Dabei könnten regulatorische Vorgaben und Maßnahmen in einem "Artikelgesetz zur Einleitung und Verstetigung der Verkehrswende" zusammengefasst und dies mit klimapolitischen, sozialen und wirtschaftspolitischen Erfordernissen begründet werden.

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Internationales Verkehrswesen

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Nr. 3

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S. 10-12

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