Programmatische Stadtentwicklung: die Bedeutung von Pionier- und Experimentierfeldern.
Wohnbund
Zitierfähiger Link:
Keine Vorschau verfügbar
Datum
2014
item.page.journal-title
item.page.journal-issn
item.page.volume-title
Herausgeber
Wohnbund
Sprache (Orlis.pc)
DE
Erscheinungsort
München
Sprache
ISSN
1021-979X
ZDB-ID
Standort
ZLB: Kws 505 ZB 7341
BBR: H 893
BBR: H 893
Dokumenttyp
Dokumenttyp (zusätzl.)
Autor:innen
Zusammenfassung
Die europäischen Städte befinden sich nach dem Zeitalter der Industrialisierung in einem ständigen Strukturwandel. Dieser Wandel erfordert eine planerische Neupositionierung, denn auch die Anforderungen der Bürgerinnen und Bürger an ihre Stadt haben sich verändert. Menschen handeln zunehmend selbständig und flexibel. Außerdem finden sich Gemeinschaften aufgaben- beziehungsweise projektbezogen zusammen und konstituieren sich temporär in sehr beweglichen Formationen, um auch wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Daher haben sich identitätsstiftende und die Gesellschaft strukturierende Räume, in denen man in Zeiten der Industrialisierung verweilte und soziale Kontakte aufbaute, sowie die Versorgungssysteme den Veränderungen anzupassen. Zusätzlich wird in der aktuellen Stadtentwicklungsdiskussion dieser Blick durch die Genderdebatte ergänzt. So hat sich in den letzten Jahrzehnten auch die öffentliche Wahrnehmung der Nutzung von Freiräumen gewandelt, die sich nach dem Wegfallen gewohnter Strukturen und das Brachfallen von öffentlichen Räumen ergeben. Besonders deutlich werden diese Prozesse am Beispiel Berlins, wo zwischen etablierten Strukturen auch Experimentierorte verschiedener Ökonomieverständnisse entstanden sind. Die vergangenen Jahre mit einem Weniger an Wachstums- und Entwicklungsdruck boten die Chance für neue Raumaneignungen, um scheinbar überflüssig gewordene urbane Resträume zu reaktivieren. Inzwischen wurden die zunächst informellen Stadtentwicklungsprozesse seitens aller Akteure professionalisiert. Vor diesem Hintergrund wird in dem Beitrag für eine partizipative Stadtentwicklungspolitik plädiert, die Spontanität, Offenheit, Heterogenität und Kreativität sowie den projektbezogenen und gezielten Aufbau von Kooperationen mit Kultur-, Wissenschafts- und Wirtschaftspartnern zulässt, auch wenn derzeit wieder eine Zunahme des Investitionsdrucks auf dem Immobilien- und Grundstücksmarkt zu verzeichnen ist.
item.page.description
Schlagwörter
Zeitschrift
Wohnbund-Informationen
Ausgabe
Sonderh. Stadtlabor Berlin
Erscheinungsvermerk/Umfang
Seiten
S. 16-17